29 March 2026, 20:14

"Bares für Rares"-Schock: Angebliche Antiquität entpuppt sich als plumpe Fälschung

Gold- und Emaillekasten mit detaillierten Designs und bunten Steinen, prominent in einem Museum mit leicht unscharfem Hintergrund ausgestellt.

"Bares für Rares"-Schock: Angebliche Antiquität entpuppt sich als plumpe Fälschung

Eine angeblich antike Zinndose, die in die deutsche Fernsehsendung Bares für Rares mitgebracht wurde, entpuppte sich als Fälschung. Das Stück, das zunächst auf das 16. oder 17. Jahrhundert datiert worden war, wurde vom Experten Detlev Kümmel untersucht – und als wahrscheinliche Schöpfung aus dem 19. Jahrhundert entlarvt. Die Entdeckung traf die Besitzer, Siegfried und seinen Schwager Michael, hart, die gehofft hatten, mit dem Fund ein besonderes Ereignis feiern zu können.

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Siegfried und Michael hatten die verzierte Zinndose in die Sendung mitgebracht, in der festen Überzeugung, es handele sich um einen jahrhundertealten Schatz. Sie wollten den möglichen Erlös nutzen, um Siegfrieds goldene Hochzeit gebührend zu begehen. Moderator Horst Lichter bezeichnete das Stück auf den ersten Blick sogar als "kleinen Tresor" – beeindruckt von seinem Aussehen.

Doch Antiquitätenexperte Detlev Kümmel meldete schnell Zweifel an. Bei genauerer Betrachtung entdeckte er Details, die nicht zur Handwerkskunst des 17. oder 18. Jahrhunderts passten. Seine Schlussfolgerung: Die Dose stamme vermutlich aus dem 19. Jahrhundert und sei bewusst so gestaltet worden, um älter zu wirken, als sie tatsächlich war. Kümmel vermutete zudem, dass sie gezielt angefertigt worden war, um Käufer über ihren historischen und finanziellen Wert zu täuschen.

Lichter bestätigte später, dass die früheren Besitzer mit der Fälschung hereingelegt worden waren. Der Händlerraum der Sendung blieb für die Verkäufer verschlossen, und sie erhielten keine Händlerkarte – was bedeutete, dass sie keinen Verkauf aushandeln konnten. Weitere Details über den ursprünglichen Händler, der die Dose verkauft hatte, oder mögliche Konsequenzen für ihn wurden nicht bekannt.

Aus der vermeintlich seltenen Antiquität wurde so eine deutlich jüngere Imitation. Die Hoffnung der Besitzer auf einen lukrativen Verkauf für Siegfrieds Jubiläum zerplatzte. Der Vorfall zeigte einmal mehr, wie selbst auf den ersten Blick überzeugende Stücke sich bei genauerer Prüfung durch Fachleute als Fälschungen entpuppen können.

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