07 April 2026, 10:15

Autohandel im Umbruch: Wie Aftersales und KI die Branche revolutionieren

Ein offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Autohandel im Umbruch: Wie Aftersales und KI die Branche revolutionieren

Die Automobilbranche erlebt tiefgreifende Veränderungen im Händler- und Servicegeschäft. Neue Technologien und sich wandelnde Kundenerwartungen zwingen Unternehmen, ihre Strategien zu überdenken. Auf einer kürzlichen Branchenveranstaltung teilten Experten ihre Einsichten zu Aftersales-Dienstleistungen, digitalen Werkzeugen und der Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Neuausrichtung des Sektors.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Aftersales-Services, deren ungenutztes Potenzial viele betonten. Imelda Labbé, Präsidentin des VDIK, wies darauf hin, dass Händler ihre Umsätze mit Reparaturen und Wartung noch stärker ausschöpfen könnten. Kai Vogler, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services (VWFS), unterstrich die Bedeutung von Aftersales, um Käufer von Gebrauchtwagen langfristig an die Marke zu binden.

Effizienz in den Werkstätten war ein weiteres zentrales Thema. Marten Kalmbach, Servicemanager bei der Kunzmann Gruppe, erläuterte, wie bessere Terminplanung und Rechnungsstellung Zeit sparen und Kosten senken können. Paul Beer von Emil Frey Digital präsentierte unterdessen die "INSiDE Workbench", ein Tool, das Aftersales-Prozesse vereinfachen soll.

Digitale Strategien verändern zudem die Kundenakquise.Tolga Toker, Filialleiter bei der Bobrink Gruppe, setzt auf Social-Media-Kampagnen in ganz Deutschland, um Leads zu generieren. Peter Schäfer, Geschäftsführer von KreuterMedeleSchäfer, konzentriert sich auf regionale Vertriebs- und Werkstattdienstleistungen, um lokale Käufer zu halten.

Die Zukunft der Fahrzeugtechnik war ein weiteres Diskussionsfeld. Prof. Dr. Mario Fischer sprach darüber, wie KI Smartphones langfristig durch intelligente Datenbrillen ersetzen könnte. Michael Hayer von EDAG Engineering betonte, dass europäische Autofahrer trotz des Vormarsches von Touchscreens nach wie vor physische Bedienelemente im Fahrzeuginnenraum bevorzugen.

Steigende Kosten belasten zudem Autohalter. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 48,3 % der Fahrer deutlich höhere Ausgaben verzeichnen – ein Faktor, der Kaufentscheidungen und Markentreue beeinflusst.

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Die Automobilbranche passt sich den neuen Herausforderungen an, von der Optimierung des Aftersales-Geschäfts bis zur Nutzung digitaler Lösungen. Händler und Serviceanbieter suchen nach Wegen, Kosten zu senken, Kunden zu binden und KI in den Arbeitsalltag zu integrieren. Angesichts der wachsenden Ausgaben, die das Kaufverhalten prägen, müssen Unternehmen intelligente Lösungen finden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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