ADFC Halle übt scharfe Kritik an neuen Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße
Klaus-Dieter StahrADFC Halle übt scharfe Kritik an neuen Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße
ADFC Halle kritisiert neu installierte Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße
Der Fahrradclub ADFC Halle hat Bedenken gegen die kürzlich eingebauten Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße geäußert. Die Fahrradlobbyorganisation argumentiert, dass die Maßnahmen im Widerspruch zur städtischen Radverkehrsstrategie stünden. Die Hindernisse würden erhebliche Probleme für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen gleichermaßen schaffen, warnt der Verband.
Die Kleine Ulrichstraße ist laut dem offiziellen Verkehrskonzept der Stadt Halle eine ausgewiesene Nord-Süd-Radroute. Der ADFC Halle erklärt, dass die Schwellen normale Fahrräder, Lastenräder sowie Anhänger mit Kindersitzen behinderten. Zudem wiesen die Aktivist:innen darauf hin, dass die Schwellen auf die Gehwege übergriffen und so die barrierefreie Mobilität für Rollstuhlfahrer:innen und Fußgänger:innen beeinträchtigten.
Die Organisation anerkennt zwar das Ziel der Stadt, illegale Rennfahrten und Straßenrennen einzudämmen. Die aktuelle Übergangslösung sei jedoch schlecht umgesetzt, moniert der ADFC. Statt physischer Barrieren schlägt der Verband verbindliche Absprachen mit der Polizei vor, um den Verkehr zu überwachen und Tempolimits durchzusetzen.
Der ADFC fordert umgehende Änderungen, um die Bodenschwellen fahrradfreundlicher zu gestalten. Zudem besteht er darauf, die volle Zugänglichkeit für alle Gehweg-Nutzer:innen zu erhalten. Die neuen Schwellen stehen in der Kritik, weil sie die Radinfrastruktur in Halle untergraben. Der ADFC drängt die Stadt, alternative Lösungen zu prüfen und die bestehenden Hindernisse anzupassen. Im Mittelpunkt stehen dabei Sicherheit und Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen.






