Zahnärzte-Pensionsfonds verliert die Hälfte seines Vermögens – was nun für 11.000 Betroffene?
Christos SchwitalZahnärzte-Pensionsfonds verliert die Hälfte seines Vermögens – was nun für 11.000 Betroffene?
Rund 11.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen blicken derzeit besorgt auf ihre Altersvorsorge: Ihr Pensionsfonds hat massive Verluste erlitten. Wie berichtet wird, verlor der Zahnärzte-Pensionsfonds die Hälfte seines Vermögens durch hochriskante Investitionen, was den Versicherer Element in die Insolvenz trieb. Die Folgen des Debakels haben zudem juristische Auseinandersetzungen um die Abberufung des damaligen Fondsvorstands ausgelöst, deren Rechtmäßigkeit ein Gericht im April vergangenen Jahres bestätigte.
Die Krise nahm ihren Lauf, als die Anlagen des Pensionsfonds zusammenbrachen und fast 50 Prozent seines Gesamtwerts vernichteten. Der Versicherer Element meldete Insolvenz an, während weitere Beteiligungen in finanzielle Schieflage gerieten. Für die betroffenen Zahnärzte, die auf den Fonds für ihre Rente angewiesen sind, stellt sich nun die bange Frage, ob ihre Ersparnisse noch sicher sind.
Als Reaktion entließ der Aufsichtsrat des Fonds im April den damaligen Vorstand. Die Entscheidung fiel nach einem Verfahren, das einem Misstrauensvotum glich – die Mitglieder begründeten den Schritt mit einem Vertrauensverlust in die Führung. Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte später die Abberufung als rechtmäßig.
Der ehemalige Vorstand wehrt sich jedoch gegen die Vorwürfe und bestreitet jegliches Fehlverhalten. Sämtliche Investitionen seien in einem mehrstufigen, fachlich geprüften Prozess beschlossen worden, so die Argumentation. Zwar hatte der Berliner Senat die Entlassung zunächst für rechtswidrig erklärt und die darauf folgende Neuwahl für ungültig erklärt, doch das Gericht hob diese Entscheidung auf.
Trotz des juristischen Erfolgs bleibt unklar, ob höhere Instanzen noch Sanktionen wegen der angeblich rechtswidrigen Abberufung verhängen werden.
Der Zusammenbruch des Fonds wirft tausende Zahnärzte in drei Bundesländern in existenzielle Unsicherheit. Nun, da die Absetzung des früheren Vorstands rechtlich bestätigt ist, rückt die Frage in den Fokus, ob der Pensionsfonds seine Verluste wieder ausgleichen kann. Die weitere Entwicklung wird entscheiden, wie stabil die Altersvorsorge der Zahnärztinnen und Zahnärzte in den betroffenen Regionen bleibt.






