05 June 2026, 17:02

Wolfgang Kubicki wird neuer FDP-Chef in der tiefsten Krise der Partei

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

Wolfgang Kubicki wird neuer FDP-Chef in der tiefsten Krise der Partei

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat Wolfgang Kubicki zu ihrem neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Die Entscheidung fiel während eines Bundesparteitags, der am vergangenen Wochenende in Berlin stattfand. Die Partei steckt derzeit in der schwersten Krise ihrer Geschichte, nachdem sie bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr alle Mandate verloren hat.

Seit der Bundestagswahl im Februar 2023 kämpft die FDP ums Überleben, nachdem sie den Einzug in den Bundestag verpasst hatte. Umfragen zeigen seither durchgehend Werte unter der für die Parlamentsvertretung notwendigen Fünf-Prozent-Hürde. Im März 2023 schied die Partei zudem aus den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus.

Auf dem Parteitag zog Henning Höne seine Bewerbung um den Vorsitz zurück und kündigte stattdessen seine Kandidatur für den stellvertretenden Parteivorsitz an. Kubicki, der zuvor Bundestagsvizpräsident war, übernimmt nun in einer kritischen Phase die Führung. Seine Hauptaufgabe wird es sein, die Partei wiederzubeleben und ihren politischen Einfluss zurückzugewinnen.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage offenbart tiefe Skepsis gegenüber der Zukunft der FDP. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, nicht zu glauben, dass die Partei selbst unter neuer Führung die Fünf-Prozent-Marke überschreiten könne.

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Kubickis Wahl markiert einen Wendepunkt für die FDP, die wieder an Bedeutung gewinnen will. Die Partei muss nun die Unterstützung der Wähler zurückgewinnen, um bei künftigen Wahlen bestehen zu können. Ob ihr dies angesichts der aktuellen Umfragewerte gelingen wird, bleibt jedoch ungewiss.

Quelle