23 May 2026, 18:11

Wolfenbüttel streicht Radschnellweg nach Braunschweig – Haushaltsnot bremst Pläne aus

Wolfenbüttel: CDU und FDP fordern Neuüberlegungen bei der Ausweitung von Fahrradwegen

Wolfenbüttel streicht Radschnellweg nach Braunschweig – Haushaltsnot bremst Pläne aus

Wolfenbüttels Stadtrat überdenkt Radinfrastruktur angesichts wachsender Haushaltsprobleme

Die CDU- und FDP-Fraktionen im Wolfenbütteler Stadtrat drängen darauf, die Pläne für eine neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig aufzugeben. Als Begründung führen sie ein Haushaltsdefizit von 19 Millionen Euro an. Stattdessen soll die Förderung in den Ausbau von Radwegen innerhalb der Stadt fließen.

Die Debatte war durch einen Antrag der CDU-FDP-Gruppe unter Führung von Marc Angerstein an den Bürgermeister ausgelöst worden. Ihr Vorschlag sieht eine Neuausrichtung vor: Statt regionaler Projekte wie der Braunschweig-Radschnellweg soll der Fokus auf städtische Radverbindungen gelegt werden. Angerstein kritisierte, dass frühere Investitionen – etwa die kaum genutzte Fahrradzone in der Schützenstraße – Steuergelder verschwendet hätten.

Selbst mit Fördermitteln müsste die Stadt noch 1,5 Millionen Euro Eigenanteil für die neue Radschnelltrasse aufbringen. Beide Fraktionen argumentieren, die bestehenden Verbindungen nach Braunschweig seien bereits ausreichend, sodass ein weiterer Ausbau überflüssig sei. Zudem monierte Angerstein das Fehlen direkter ÖPNV-Verbindungen zwischen den Wolfenbütteler Stadtteilen und betonte die Dringlichkeit besserer lokaler Anbindungen.

Die Position der Gruppe ist eindeutig: Künftige Mittel für den Radverkehr sollen der Stadt zugutekommen. Wie Angerstein es formulierte: „Das Geld können wir nur einmal ausgeben“, daher müssten Projekte Priorität haben, die den Bürgern spürbare Vorteile brächten.

Sollte der Rat dem Antrag zustimmen, wäre dies das Aus für Wolfenbüttels Beteiligung am Braunschweig-Fahrradschnellweg-Projekt. Die eingesparten 1,5 Millionen Euro würden stattdessen in neue innerstädtische Radwege fließen. Der Schritt steht im Kontext weiterer Maßnahmen, um das Haushaltsdefizit zu verringern und gleichzeitig die lokale Infrastruktur zu verbessern.

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