Wolfenbüttel plant bis 2040 den kompletten Ausstieg aus fossiler Wärmeversorgung
Herlinde JungferWolfenbüttel plant bis 2040 den kompletten Ausstieg aus fossiler Wärmeversorgung
Wolfenbüttel treibt Pläne zur Umstellung seines Wärmenetzes voran
Die Stadt Wolfenbüttel will bis 2040 komplett aus der fossilen Wärmeversorgung aussteigen. Ein Entwurf der neuen Wärmestrategie liegt nun vor und kann bis Ende Mai öffentlich kommentiert werden.
Aktuell stammen noch über 90 Prozent der Wärme in Wolfenbüttel aus fossilen Quellen. Um dies zu ändern, hat die Stadt das Gebiet in 46 verschiedene Zonen unterteilt. Jeder Bereich soll maßgeschneiderte Maßnahmen zur Dekarbonisierung erhalten – angepasst an die lokalen Gegebenheiten.
Zwei Hauptlösungen stehen zur Diskussion: Zum einen der Ausbau zentraler Fernwärmenetze, zum anderen die verstärkte Nutzung von Wärmepumpen in Haushalten und Betrieben. Beide Ansätze sind in zwei Langfristszenarien verankert, die jeweils den vollständigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2040 vorsehen.
Auch die städtischen Stadtwerke bereiten sich auf umfangreiche Infrastrukturarbeiten vor. In den nächsten 15 Jahren sollen 180 Kilometer neue Niedrigspannungskabel verlegt werden, um den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu unterstützen.
Der Strategieentwurf kann noch bis Ende Mai eingesehen und kommentiert werden. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen sind aufgerufen, ihre Stellungnahmen abzugeben. Die Rückmeldungen fließen in die finale Fassung ein, die anschließend als Grundlage für die Umsetzung dient.
Sobald der Wärmeplan verabschiedet ist, wird er die Basis für Wolfenbüttels Transformation bilden. Die Stadt plant, die Umstellung schrittweise nach Zonen vorzunehmen, sodass die Wärmeversorgung in den nächsten 16 Jahren komplett CO₂-neutral wird. Die öffentliche Beteiligung bleibt ein zentraler Baustein, um die Strategie vor der Verabschiedung weiter zu verfeinern.






