Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter für klimaneutralen Stahl bis 2029
Luka BoucseinWasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter für klimaneutralen Stahl bis 2029
Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben mit Salzgitter verbinden – Meilenstein für grüne Energie
Im Rahmen einer großen Offensive für erneuerbare Energien entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline zwischen Wefensleben und Salzgitter. Das von der Ontras Gastransport GmbH geleitete Projekt soll die Produktion von „grünem Stahl“ im Werk von Salzgitter AG unterstützen. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Inbetriebnahme soll bis Ende 2029 erfolgen.
Die 68 Kilometer lange Leitung wird durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter verlaufen. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern bildet sie einen zentralen Abschnitt eines über 600 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Ost- und Mitteldeutschland. Rund 80 Prozent dieses Netzes entstehen durch die Umrüstung bestehender Erdgasleitungen, die übrigen 20 Prozent werden neu gebaut.
Vor Baubeginn führt Ontras in den drei betroffenen Regionen ökologische Untersuchungen durch. Von Ende Juni bis Anfang August werden Teams das Vorkommen des Europäischen Hamsters, einer geschützten Art, prüfen. Die benötigten Rohre hat das Unternehmen bereits von Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, beschafft.
Die Pipeline ist ein zentraler Baustein des SALCOS-Transformationsprogramms, das die Stahlproduktion klimaneutral gestalten soll. Durch die Wasserstoffversorgung des Salzgitter-Werks ermöglicht sie den Umstieg auf emissionsarme Produktionsverfahren.
Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt zur Vernetzung der Wasserstoffinfrastruktur in Mitteldeutschland mit dem Salzgitter-Stahlwerk. Nach Fertigstellung wird die Leitung dazu beitragen, die CO₂-Emissionen der Schwerindustrie zu senken. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2029 vorgesehen.






