Wartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit neuem Strategieplan
Luka BoucseinWartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit neuem Strategieplan
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einen neuen strategischen Plan zur Neugestaltung der Krankenhausversorgung in der Region verabschiedet. Mit der Entscheidung soll eine langfristige, zugängliche und nachhaltige medizinische Versorgung für die Einwohner sichergestellt werden. Der Plan wurde am Dienstag in einer Sitzung des Kreistags offiziell gebilligt.
Nach der neuen Strategie wird der Wartburgkreis in eine nördliche und eine südliche medizinische Versorgungsregion aufgeteilt. Jede dieser Regionen erhält ein Schwerpunktkrankenhaus als zentrales Versorgungszentrum: Das St.-Georg-Krankenhaus Eisenach und das Klinikum Bad Salzungen übernehmen diese Rolle. Beide Häuser behalten ihre Notaufnahmen und fungieren als erweiterte Notfallstandorte.
Die Krankenhäuser werden abgestimmte Spezialisierungen entwickeln, darunter zertifizierte Zentren für die Behandlung von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Unfallverletzungen und onkologischen Erkrankungen. Zudem soll der Landkreis die integrierten Notfallstrukturen verbessern und die ambulante Versorgung stärken. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Wartburgkreis die volle Trägerschaft und Steuerung des St.-Georg-Krankenhauses Eisenach.
Der Kreistag hat außerdem neue Mitglieder in die Aufsichtsräte der St.-Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG gewählt. In dem Strategiepapier wird der Freistaat Thüringen aufgefordert, die Umsetzung des Plans zu unterstützen.
Der beschlossene Plan legt einen klaren Rahmen für die Krankenhausversorgung im Wartburgkreis fest. Er garantiert, dass sowohl Notfall- als auch Facharztversorgung erhalten bleiben, und setzt auf eine bessere Vernetzung der Einrichtungen. Der Landkreis erwartet nun die Unterstützung des Landes, um die Veränderungen umsetzen zu können.
