Volkswagen verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Klaus-Dieter StahrVolkswagen verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen wird die Integration seiner sächsischen Tochtergesellschaft voraussichtlich um bis zu zwei Jahre verschieben. Die Entscheidung folgt auf anhaltende technische Herausforderungen, insbesondere bei den IT-Systemen. Die endgültige Entscheidung über die Verzögerung soll bei einer Aufsichtsratssitzung am Montag fallen.
Die Fusion war erstmals 2021 angekündigt und ursprünglich für Anfang 2027 geplant worden. Internen Quellen zufolge sind jedoch Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems der Hauptgrund für die Verzögerung. Diese technischen Anpassungen haben den Fortschritt deutlich gebremst.
Die Verzögerung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das Werk in Zwickau, das bereits unter Druck geraten war, nachdem mehrere Automodelle an andere Standorte verlagert worden waren. Der Standort bleibt strengen Kostenvorgaben unterworfen, was die Situation zusätzlich belastet. Dennoch wurden die Lohnvereinbarungen für die sächsische Einheit zu Jahresbeginn an die Tarife der Volkswagen AG am Stammsitz Wolfsburg angeglichen.
Volkswagen hat bestätigt, dass die Verschiebung die rund 10.000 Mitarbeiter finanziell nicht beeinträchtigen werde. Ein neuer Zeitplan für die Fusion steht jedoch noch aus. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte für die sächsische Tochter entscheiden. Zwar bleiben die Löhne unverändert, doch die Verzögerung unterstreicht die anhaltenden betrieblichen Hindernisse. Die endgültige Entscheidung wird die Zukunft der Integrationspläne von Volkswagen in der Region prägen.






