Verdi ruft zu Warnstreiks bei AOK Baden-Württemberg auf – Millionen Versicherte betroffen
Herlinde JungferVerdi ruft zu Warnstreiks bei AOK Baden-Württemberg auf – Millionen Versicherte betroffen
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks bei den AOK-Geschäftsstellen in ganz Baden-Württemberg aufgerufen. Beschäftigte werden sich jeweils für einen Tag an den Ausständen beteiligen, wodurch die Dienstleistungen für Millionen Versicherte beeinträchtigt werden. Der Schritt folgt gescheiterten Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern.
Betroffen sind 11 der 14 regionalen AOK-Direktionen sowie die Zentrale und die IT-Tochter ITSCare. An einigen Standorten schließen sich die Proteste an laufende Streiks im öffentlichen Dienst an. Die AOK Baden-Württemberg beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiter, die täglich 4,6 Millionen Versicherte betreuen.
Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent für die AOK-Beschäftigten, mindestens jedoch 375 Euro mehr über einen Zeitraum von zwölf Monaten. In der ersten Verhandlungsrunde unterbreiteten die Arbeitgeber kein Angebot. Die nächsten Gespräche sind für den 17. und 18. Februar angesetzt.
Wie viele Mitarbeiter sich konkret an den Warnstreiks beteiligen, wurde nicht bekannt gegeben. Die Arbeitsniederlegungen werden die AOK-Dienstleistungen in der Region bis auf Weiteres beeinträchtigen. Beide Seiten kehren später in diesem Monat an den Verhandlungstisch zurück – das Ergebnis wird entscheiden, ob es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt.






