Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei Ikea wegen Stellenabbau auf
Klaus-Dieter StahrVerdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei Ikea wegen Stellenabbau auf
Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Freitag zu Warnstreiks in Ikea-Filialen in ganz Deutschland aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen folgen auf Kritik an den Plänen des Unternehmens, Stellen abzubauen. Mehr als die Hälfte der deutschen Ikea-Standorte wird von den Protesten betroffen sein.
Bereits am Mittwoch hatten sich über 600 Beschäftigte aus dem Einzel- und Großhandel in Niedersachsen und Bremen an Warnstreiks beteiligt. Erstmals schlossen sich dabei auch Mitarbeiter von C&A, Connox und Kind Hörgeräte den Aktionen an.
Verdi ruft alle sieben Ikea-Filialen in Niedersachsen und Bremen dazu auf, sich an den Streiks am Freitag zu beteiligen. Die Beschäftigten werden sich vor dem Ikea-Markt im ExpoPark Hannover versammeln; weitere Proteste sind in Oldenburg und Braunschweig geplant. Auch vor den beiden Ikea-Häusern in der Region Hannover sollen Kundgebungen stattfinden.
Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne für das Verkaufspersonal. Sie argumentiert, dass die starke finanzielle Lage von Ikea bessere Bezahlung für die Mitarbeiter rechtfertigt. Zudem hat Verdi öffentlich die Entscheidung des Unternehmens kritisiert, die Belegschaft zu verringern.
Die Streiks werden eine erhebliche Anzahl der Ikea-Filialen in Deutschland betreffen. Beschäftigte anderer Einzelhandelsunternehmen haben durch ihre Teilnahme an den Protesten Solidarität gezeigt. Im Mittelpunkt der Forderungen der Gewerkschaft stehen höhere Löhne und mehr Arbeitsplatzsicherheit.






