Vandalismus und Proteste: Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen
Christos SchwitalVandalismus und Proteste: Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen
Geschlossenes Südstadt-Center wird zum Ziel von Vandalismus – Anwohner fordern Wiedereröffnung
Das geschlossene Südstadt-Center ist zunehmend Ziel von Vandalismus geworden: Erst kürzlich wurden Kupferkabeldiebe auf dem Gelände ertappt. Unterdessen sind Anwohner zum sechsten Mal auf die Straße gegangen, um die Wiedereröffnung der Einkaufsstätte zu fordern. Doch die Zukunft des Gebäudes bleibt ungewiss – auch wenn nun neue Pläne für einen Ersatzbau diskutiert werden.
Das Südstadt-Center musste aufgrund schwerwiegender Brandschutzmängel schließen. Untersuchungen der unteren Bauaufsichtsbehörde im vergangenen Jahr hatten gravierende Defizite offenbart, darunter die Warnung, dass ein Brand im schlimmsten Fall zu Todesopfern führen könnte – besonders unter älteren Besuchern. Bereits zuvor hatten die Behörden den Eigentümer nach einem ähnlichen Brand in der Schweiz zu dringenden Sanierungen aufgefordert.
Trotz der Gefahren löst die Schließung bei den Anwohnern Frust aus. Rund 100 Demonstranten, darunter Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, versammelten sich, um die Rückkehr des Centers zu fordern. Vogt zeigte zwar Verständnis für die Sorgen der Bürger, musste aber einräumen, dass es derzeit keine schnelle Lösung für eine Wiedereröffnung des bestehenden Gebäudes gibt.
Hinter den Kulissen verhandelt mittlerweile ein zuständiger Mitarbeiter mit potenziellen Investoren. Sollte sich das aktuelle Gebäude nicht retten lassen, hat ein Investor vorgeschlagen, in der Nähe einen kleineren Neubau zu errichten. Das Projekt, angelehnt an das Einkaufszentrum Büschdorfer Mitte, könnte zwischen eineinhalb und zwei Jahren Bauzeit benötigen.
Das Schicksal des Südstadt-Centers hängt nun von den laufenden Verhandlungen und Sicherheitsbewertungen ab. Falls ein Neubau realisiert wird, würde er sich an einem bewährten Konzept für Nachbarschaftszentren orientieren. Bis dahin bleibt das Gelände geschlossen – und Anwohner wie Behörden suchen weiter nach einem Weg vorwärts.






