USA und Iran verhandeln direkt – Wadephul sieht Fortschritte trotz Risiken
Klaus-Dieter StahrUSA und Iran verhandeln direkt – Wadephul sieht Fortschritte trotz Risiken
Außenminister Johann Wadephul hat Einblicke in die bevorstehenden direkten Gespräche zwischen den USA und dem Iran gegeben. Er bezeichnete die jüngste Vereinbarung zwischen den beiden Ländern als eine positive Entwicklung. Wadephul geht davon aus, dass der Iran die Gefahr einer existenziellen Krise aufgrund des wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Drucks erkannt habe.
Laut Wadephul habe die iranische Führung Verhandlungen als Reaktion auf diese Druckmittel gewählt. Die USA und der Iran würden nun direkt miteinander verhandeln, ohne auf Vermittler wie Pakistan oder Katar zurückzugreifen.
Wadephul erwartet, dass die angekündigte Vereinbarung am Freitag offiziell unterzeichnet wird. Er äußerte sich vorsichtig optimistisch über die Aussichten auf eine politische Lösung. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm voraussichtlich langwierig sein würden. Besonders die Gespräche zur Verhinderung einer atomaren Aufrüstung des Irans würden erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.
Wadephuls Äußerungen unterstreichen die Komplexität der anstehenden Verhandlungen. Die direkten Gespräche markieren einen Kurswechsel im Verhältnis zwischen Washington und Teheran. Trotz der Fortschritte bleibt der Weg zu einer endgültigen Lösung jedoch ungewiss.






