Traditionsbrauerei Wolters beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Klaus-Dieter StahrTraditionsbrauerei Wolters beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Brauhaus Wolters GmbH beantragt Eigenverwaltung beim Amtsgericht Braunschweig
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingereicht. Der Schritt folgt auf anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Das Unternehmen plant nun, seine Geschäftsabläufe umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten.
Die Umstrukturierungsentscheidung gab Wolters am Freitag bekannt. Die Brauerei will damit die finanzielle Belastung durch rückläufige Verkäufe und gestiegene Ausgaben bewältigen. Die deutsche Braubranche kämpft seit der COVID-19-Pandemie mit explodierenden Produktions- und Energiekosten, während der Bierabsatz 2025 um sechs Prozent einbrach.
Den Restrukturierungsprozess begleiten die Kanzlei Eckert Rechtsanwälte und die Eckert Assurance GmbH. Als vorläufiger Sachwalter wurde Torsten Gutmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestellt. Der ebenfalls beteiligte Anwalt Kimon Kantis betonte, die Eigenverwaltung ermögliche es Wolters, die Branchenherausforderungen nachhaltig anzugehen.
Das Unternehmen beabsichtigt, den Geschäftsbetrieb während des Verfahrens in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bleiben gesichert. Wolters will sich künftig stärker auf den Regionalmarkt konzentrieren und vom traditionellen Brauereigeschäft hin zu innovativer Getränkeproduktion wechseln – unter anderem mit einer Erweiterung des alkoholfreien Sortiments.
Ziel des Insolvenzverfahrens ist eine strategische Neuausrichtung bei gleichzeitigem Fortbestand des Unternehmens. Wolters führt die Geschäfte unter rechtlicher Begleitung weiter und strebt an, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und die Zukunft des Betriebs zu sichern.






