Thalia-Theater in Halle wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Kreative
Christos SchwitalThalia-Theater in Halle wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Kreative
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) hat sich zu einem zentralen kulturellen Ankerpunkt der Stadt entwickelt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Judith Marquardt betonte seine wachsende Bedeutung als Ort für lokale Kunst und bürgerschaftliches Engagement.
Das Haus ist Teil eines eigenständigen Kulturviertels in Halle. Seine Umgestaltung wird von der bundesweiten Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“ gefördert. Die Stadt beabsichtigt nun, in der zweiten Phase dieser Förderung bis zu 600.000 Euro zu beantragen.
Bürgermeister Dr. Alexander Vogt unterstrich, wie wichtig es sei, dass das Theater jungen Menschen als Plattform diene, um eigene Ideen zu erproben und umzusetzen. Ein Pilotprojekt im September 2026 soll dieses Konzept testen, indem junge Menschen den Raum selbst gestalten dürfen. Ein „Young Future Team“, bestehend aus lokalen Jugendlichen, wird die Räumlichkeiten vorbereiten, Führungen anbieten, Feedback sammeln und die Teilnehmenden unterstützen.
Bis 2028 wird TOOH das Theater jeweils sechs Monate im Jahr nutzen und dort Veranstaltungen aus verschiedenen künstlerischen Sparten ausrichten. Zudem strebt die Stadt eine engere Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene an. Der Standort bleibt auch weiterhin eine Stütze für junge Kreative und weitere kommunale Kulturinitiativen.
Das ehemalige Thalia-Theater wird ein zentraler Ort für freie Kunst und Jugendbeteiligung bleiben. Seine Rolle im kulturellen Leben Halles soll durch neue Partnerschaften und Fördergelder weiter ausgebaut werden. Das Pilotprojekt und die laufenden Programme werden sein Potenzial zusätzlich erproben und entwickeln.
