Stadtrat entscheidet am 12. Mai über Zukunft der Straßenbahnschienen mit Rasengleis oder Beton
Luka BoucseinStadtrat entscheidet am 12. Mai über Zukunft der Straßenbahnschienen mit Rasengleis oder Beton
Am 12. Mai wird der Stadtrat drei große Projekte zur Erneuerung von Straßenbahnschienen endgültig beschließen. Dabei werden verschiedene Materialien – von Schotter bis hin zu Rasengleis – geprüft, die sich in Kosten und ökologischer Bilanz unterscheiden. Die Entscheidungen werden die wichtigsten Strecken der Stadt in den kommenden Jahren prägen.
Für die Erneuerung des Waisenhausdamms im Jahr 2027 hat sich der Rat bereits für Leichtbeton mit Stahlfasern entschieden. Dieses Material überzeugt durch Langlebigkeit und moderate Kosten, bietet jedoch nicht die ökologischen Vorteile anderer Optionen.
Ein Abschnitt der Langen Straße – von Radeklint bis kurz westlich der Haltestelle Alte Waage – soll bis 2027 mit Rasengleisen ausgestattet werden. Diese reduzieren Lärm, verringern die Bodenversiegelung und fördern die Artenvielfalt, sind jedoch teurer. Für den verbleibenden Streckenabschnitt von Alte Waage bis zur Hagenbrücke über die Küchenstraße steht die Entscheidung noch aus. Da die Verhandlungen über die Neuaufteilung des Verkehrsraums noch laufen, verzögert sich die endgültige Wahl.
In Wenden ist für die Schleife Heideblick im Jahr 2028 Schotter vorgesehen – sofern keine Landesförderung fließt. Sollten zusätzliche Mittel bewilligt werden, könnte Rasengleis auf Teilen der Strecke zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für die Rampen und die Brücke über die Autobahn A2, wo vorrangig befestigte Oberflächen geplant sind, während Rasengleis bei ausreichender Finanzierung ergänzend eingebaut werden könnte.
Der Rat lässt die Tür für weitere Rasengleise offen, falls die Landesnahverkehrsbehörde darauf drängt. Zwar bieten diese klar ökologische Vorteile, erfordern aber höhere Investitionen als Schotter oder Betonalternativen.
Am 12. Mai werden die endgültigen Materialien für jedes Projekt festgelegt. Rasengleise bleiben die umweltfreundlichste Lösung, hängen jedoch von der Finanzierung und der Unterstützung des Landes ab. Die Beschlüsse werden zeigen, wie die Stadt in den kommenden Jahren Kosten, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit im Straßenbahnnetz in Einklang bringt.






