Stadt erhält uneingeschränkte Haushaltsgenehmigung für 2026 von der ADD
Herlinde JungferStadt erhält uneingeschränkte Haushaltsgenehmigung für 2026 von der ADD
Der Haushaltsplan der Stadt für 2026 hat die volle Zustimmung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) erhalten. Wie Behördenvertreter bestätigten, erfolgte die Genehmigung ohne Auflagen. Der stellvertretende Bürgermeister und Finanzdezernent Ralf Seemann bezeichnete die Entscheidung als "klares Vertrauensvotum" für die städtische Finanzplanung.
In ihrer Bewertung hob die ADD die wiederhergestellte freie Finanzrücklage als entscheidenden Faktor hervor. Für das laufende Jahr beläuft sich diese Reserve auf knapp 5,5 Millionen Euro. Zudem konnte die Stadt ihre kurzfristigen Bruttoschulden auf 448 Euro pro Einwohner reduzieren – ein deutlicher Rückgang.
Seemann betonte die Fortschritte und verwies auf die zurückgewonnene finanzielle Handlungsfähigkeit sowie das gestiegene Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote liegt mittlerweile bei fast 36 Prozent; bis Ende 2026 wird das Eigenkapital voraussichtlich 139,5 Millionen Euro erreichen. Diese Entwicklungen spiegelten, so Seemann, eine stetige finanzielle Erholung wider.
Der Haushalt 2026 selbst sieht einen jährlichen Überschuss von 4,5 Millionen Euro vor. Für die Folgejahre werden kleinere Überschüsse prognostiziert: 1,8 Millionen Euro (2027), 1,4 Millionen Euro (2028) und etwa 4,9 Millionen Euro (2029). Trotz dieser positiven Aussichten warnte die ADD, dass die langfristige Haushaltsstabilität aufgrund der weiterhin bestehenden Schuldenlast unsicher bleibe.
Die Genehmigung des Haushalts bestätigt die jüngsten finanziellen Erfolge der Stadt, darunter Schuldenabbau und wachsende Rücklagen. Doch die Hinweise der ADD auf anhaltende Herausforderungen bei der nachhaltigen Finanzkraft zeigen: Künftige Überschüsse hängen davon ab, die aktuelle Haushaltsdisziplin beizubehalten und die verbleibenden Schulden weiter abzubauen.






