27 March 2026, 14:21

SPD-Politikerin diskutiert mit Dresdner Apotheker über Reformen und Finanzierungslücken im Gesundheitswesen

Plakat mit dem Titel "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Reduzierung der Arzneimittelkosten bereitstellt.

SPD-Politikerin diskutiert mit Dresdner Apotheker über Reformen und Finanzierungslücken im Gesundheitswesen

Die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr besuchte kürzlich die Knut-Apotheke in Dresden, um drängende Probleme des Apothekensektors zu erörtern. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Reformvorschläge, insbesondere eine faire Vergütung und die künftige Rolle der Apothekerinnen und Apotheker im Gesundheitswesen. Apothekeninhaber Michael Gäbe schilderte seine Sorgen über Finanzierungslücken und deren Auswirkungen auf die Patientenversorgung.

Nasr, die selbst keine fachliche Vorbildung in Gesundheitspolitik mitbringt, hörte aufmerksam zu, als Gäbe die täglichen Herausforderungen von Apotheken erläuterte. Er betonte deren Funktion als erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten – etwa bei der Vermeidung gefährlicher Wechselwirkungen von Medikamenten oder zur Entlastung von Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern. Ohne eine Anpassung der Gebühren drohe jedoch eine Verschlechterung der Versorgungsqualität, warnte Gäbe.

Kritisch äußerte sich der Apotheker auch zu Plänen, die Aufgaben von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) auszuweiten. Angesichts des bestehenden Personalmangels belasteten solche Vorhaben die Dienstleistungen zusätzlich, ohne dass die Personalengpässe behoben würden – mit potenziellen Risiken für die Patientensicherheit. Ein weiteres zentrales Thema war die wirtschaftliche Stabilität: Gäbe pochte darauf, dass Apotheken nur dann mehr Verantwortung im Gesundheitssystem übernehmen könnten, wenn ihre Existenz gesichert sei.

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Nasr zeigte sich offen für die Argumente und versprach, die Anliegen der Apotheker nach Berlin zu tragen. Sie unterstrich, wie wichtig es sei, vor dem anstehenden Gesetzgebungsverfahren – insbesondere der Bund-Länder-Anhörungsrunde zur Apothekenbetriebsverordnung (ApoVWG) am 4. März 2026 – gut informiert zu sein.

Der Besuch sollte die Kluft zwischen Politik und Apothekenalltag überbrücken. Nasr verließ Dresden mit einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse des Sektors, während Gäbe die Zusage erhielt, die Forderungen im Parlament stärker Gehör zu verschaffen. Die Ergebnisse des Gesprächs könnten künftige Reformen prägen – vor allem in den Bereichen Finanzierung und Personal.

Quelle