SkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Christos SchwitalSkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Zum Monatsende stellt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig nach mehr als einem Jahrhundert ein – aus finanziellen Gründen. Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung.
Die örtliche SkF-Geschäftsstelle wird vollständig aufgelöst. Damit entfallen die Schwangerschafts- und Familienberatung sowie Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring. Trotz großen Engagements von Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden gelang es der Organisation nicht, ausreichend Mittel für den Fortbestand zu sichern.
Die Schwangerschaftsberatung wird ab dem 1. Juli von der Caritas übernommen und bleibt unter der bekannten Adresse Kasernenstraße 30 erreichbar. Karen Vogel, die scheidende SkF-Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, wird in Teilzeit für die Caritas weiterarbeiten. Klientinnen können weiterhin unter der gewohnten Rufnummer 0531/380 08-37 Termine mit ihr vereinbaren.
Für die beiden anderen Projekte stehen bisher keine neuen Träger fest. Der SkF dankte allen Förderern und Stiftungen in der Region, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus.
Mit der Schließung endet eine über 100-jährige Tradition des SkF in Braunschweig. Während die Schwangerschaftsberatung unter dem Dach der Caritas fortgeführt wird, bleibt die Zukunft der weiteren Angebote ungewiss. Der Übergang soll für die Ratsuchenden möglichst reibungslos verlaufen.
