Schließung der Easy Apotheke in Berlin-Wilmersdorf: Millionen-Schulden und ungewisse Zukunft
Klaus-Dieter StahrSchließung der Easy Apotheke in Berlin-Wilmersdorf: Millionen-Schulden und ungewisse Zukunft
Eine bekannte Apotheke im Westen Berlins hat nach der Insolvenzantragstellung ihrer Inhaberin, Sohir Ammar, geschlossen. Die Easy Apotheke in der Wilmersdorfer Straße hat ihre Türen für immer geschlossen – betroffen sind sowohl Kunden als auch Mitarbeiter. Ammar sieht sich nun mit Verbindlichkeiten in Millionenhöhe konfrontiert.
Die finanziellen Probleme begannen, als Ammar den Mietvertrag für einen ihrer Apothekenstandorte verlor. Obwohl sie den Betrieb dort bereits eingestellt hatte, blieb sie für die Finanzierung verantwortlich. Der Rechtsanwalt Markus Küthe wies darauf hin, dass ihr Fall im Vergleich zu den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen Apotheken derzeit kämpfen, ungewöhnlich sei.
Hätte der Mietvertrag verlängert werden können, wäre die Insolvenz möglicherweise abzuwenden gewesen. Stattdessen plante der Eigentümer jedoch eine Umnutzung der Räumlichkeiten, wodurch sowohl die Apotheke als auch ein benachbartes Bekleidungsgeschäft weichen mussten. Auf Anfragen zu einer möglichen künftigen Nutzung reagierte der Eigentümer bisher nicht.
Das Insolvenzverfahren nähert sich dem Ende – die Abwicklung soll voraussichtlich im August abgeschlossen sein. Während Berliner Branchenkenner spekulieren, dass der Standort erneut als Apotheke eröffnet werden könnte, gibt es bisher keine konkreten Pläne oder Zeitvorgaben. Die Easy Apotheke am Kurfürstendamm bleibt unterdessen geöffnet, wo noch acht Mitarbeiter beschäftigt sind.
Ammars Verbindlichkeiten belaufen sich mittlerweile auf einen siebenstelligen Betrag, und die Zukunft des Standorts in der Wilmersdorfer Straße bleibt ungewiss. Ohne klare Wiedereröffnungsstrategie hängt die weitere Entwicklung von noch ausstehenden Entscheidungen des Eigentümers ab.






