Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen drohender Werksschließungen
Luka BoucseinSalzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen drohender Werksschließungen
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat Volkswagen-Chef Oliver Blume wegen jüngster Medienberichte scharf kritisiert. Klingebiel zeigte sich verärgert über Andeutungen zu Werksschließungen und massiven Stellenabbau. Solche Pläne bezeichnete er als kurzsichtig und schädlich für die Zukunft des Konzerns.
Im Dezember 2024 hatten sich die Volkswagen-Führung, der Aufsichtsrat, die Betriebsräte und die IG Metall auf ein gemeinsames Abkommen geeinigt. Die Vereinbarung umfasste zwar Personalabbau, garantierte aber den Erhalt aller VW-Standorte sowie Beschäftigungssicherungen. Klingebiel findet es nun „irritierend und empörend“, dass Blume dieses Abkommen weniger als 18 Monate später infrage zu stellen scheint.
Der Oberbürgermeister betonte, das Werk in Salzgitter sei „nicht verhandelbar“ und müsse Teil der Volkswagen Gruppe bleiben. Gleichzeitig stellte er sich solidarisch hinter die Belegschaften aller VW-Standorte. Er begrüßte zudem die Unterstützung des Ministerpräsidenten in dieser Angelegenheit.
Klingebiels Äußerungen verdeutlichen die Spannungen zwischen der kommunalen Führung und der VW-Konzernspitze. Das bestehende Abkommen sollte Kostensenkungen mit Standortsicherung in Einklang bringen. Seine Haltung unterstreicht die Bedeutung des Standorts Salzgitter für das Unternehmen.
