Rupert Dorrers Gemälde Schwabinger 7 findet in Bruckmühl ein neues Zuhause
Christos SchwitalRupert Dorrers Gemälde Schwabinger 7 findet in Bruckmühl ein neues Zuhause
Ein Gemälde von Rupert Dorrer, inspiriert von der legendären Münchner Kneipe Schwabinger 7, wird bald in Bruckmühl ausgestellt. Das unter dem Titel Schwabinger 7 bekannte Werk hält ein Stück Stadtgeschichte fest und misst 140 mal 72 Zentimeter. Entstanden ist es 2012; am Montagmorgen wird es in einer örtlichen Galerie feierlich enthüllt.
Das Bild entstand auf Basis eines Fotos der ikonischen Wand des Schwabinger 7, die Dorrer in aufwendigen Schichten aus Mixed-Media-Techniken auf Holz nachgestaltet hat. Die einst berühmteste Kneipe Münchens schloss vor Jahren ihre Türen, doch ihre Erinnerung lebt in diesem Werk weiter. Bevor es nach Bruckmühl kam, war das Gemälde in einem Bioladen an der ursprünglichen Stelle der Bar ausgestellt.
Das Werk ist Teil einer größeren Sammlung mit 140 Kunstwerken aus dem Landkreis Rosenheim, die von 1875 bis in die Gegenwart reichen. Dorrer beschreibt sein Bild als Symbol für Vergänglichkeit – ein Spiegel für den Wandel von Orten und Menschen. Noch heute trifft er sich regelmäßig mit Gerd "Manila" Waldhauser, dem ehemaligen Wirt der Kneipe, am Stammtisch in Schwabing.
Die offizielle Enthüllung findet am Montag um 11 Uhr in der Bruckmühler Galerie statt. Der Bürgermeister der Stadt wird zur Eröffnung erwartet, die den Beginn des Gemäldes an seinem neuen Standort markiert.
Mit dem Umzug des Werks nach Bruckmühl gelangt ein Fragment der Münchner Kulturgeschichte zu einem neuen Publikum. In der Galerie können Besucher Dorrers detailgetreue Nachbildung der Schwabinger 7-Wand bewundern. Die Ausstellung unterstreicht zudem die anhaltende Verbindung zwischen dem Künstler und denen, die einst die legendäre Kneipe besuchten.