Rheinvertiefung bei Rheinfelden: Großprojekt für mehr Strom und Streit um Ökologie
Klaus-Dieter StahrRheinvertiefung bei Rheinfelden: Großprojekt für mehr Strom und Streit um Ökologie
Großprojekt zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden in der Diskussion
Das Vorhaben mit dem Namen Rheinfelden 20plus zielt darauf ab, die Stromerzeugung im örtlichen Wasserkraftwerk zu steigern. Im Rahmen öffentlicher Anhörungen Anfang Juli soll der Plan vorgestellt und Feedback von Anwohnern, Unternehmen sowie Umweltschutzverbänden eingeholt werden.
Die von der naturenergie hochrhein AG geleitete Initiative sieht vor, die Flusssohle sowohl oberhalb als auch unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks auszubaggern. Falls genehmigt, würden an zwei Abgrabungsstellen jeweils etwa 35.000 Kubikmeter Gestein entfernt. Die Bauarbeiten dürften rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen.
An der deutschen Rheinseite sollen zwei temporäre Anlegestellen eingerichtet werden, über die Lkw das ausgekofferte Material während der Bauphase abtransportieren können.
Die öffentlichen Anhörungen finden am Mittwoch, 1. Juli 2026, und Donnerstag, 2. Juli 2026, im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen statt. Beide Termine beginnen um 10 Uhr und behandeln Eingaben sowie Einwände von Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen. Zudem werden Umweltbedenken erörtert, darunter mögliche Auswirkungen auf den Oberrhein und geplante Ausgleichsmaßnahmen für betroffene Gewässer.
Die Teilnahme an den Anhörungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der direkt am Verfahren beteiligten Parteien. Behörden, Verbände und Bürger aus dem Landkreis Lörrach sind zur Mitwirkung eingeladen.
Das Ergebnis der Anhörungen wird über die Zukunft des Projekts Rheinfelden 20plus entscheiden. Bei einer Genehmigung könnte die Vertiefung des Rheins die Stromproduktion des Wasserkraftwerks erhöhen. Zudem wird geklärt, ob Ausgleichsmaßnahmen für ökologische Folgen erforderlich sein werden.






