Revolution im Bau: Karbonbewehrter Beton soll 80 Prozent Ressourcen sparen
Luka BoucseinRevolution im Bau: Karbonbewehrter Beton soll 80 Prozent Ressourcen sparen
Ein großes neues Projekt will karbonbewehrten Beton in den Bau-Mainstream bringen
Die Initiative mit dem Namen C-Factory wurde offiziell im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet. Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro durch den Bund verspricht das Vorhaben, den Ressourcenverbrauch im Vergleich zu herkömmlichem stahlbewehrtem Beton um bis zu 80 Prozent zu senken.
Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, das gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden an dem Projekt arbeitet. In den nächsten vier Jahren soll eine Pilotanlage in Leipzig entstehen und getestet werden. Ziel ist es, die Produktion von karbonbewehrtem Beton zu industrialisieren – ein Material, das leichtere, schlankere und langlebigere Bauwerke ermöglicht.
Kohlenstofffasern statt Stahl Karbonbewehrter Beton setzt auf Kohlenstofffasern anstelle von Stahl, was den Materialbedarf und die Emissionen deutlich reduziert. Die Bauindustrie ist derzeit für 40 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich. Durch den Ersatz von Stahl durch Kohlenstoff könnte die Technologie den ökologischen Fußabdruck der Branche erheblich verringern.
Das Projekt läuft bis Ende 2029, wobei die Pilotanlage als Testumgebung für die großindustrielle Produktion dient. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Initiative einen neuen Standard für nachhaltige Baumaterialien setzt.
Ein Meilenstein für klimafreundliches Bauen Mit 14 Millionen Euro staatlicher Förderung wird das Team den karbonbewehrten Beton für den breiten Einsatz optimieren. Gelingt der Durchbruch, könnte die Technologie in den kommenden Jahrzehnten die Art und Weise, wie Gebäude entworfen und errichtet werden, grundlegend verändern.






