Reichstag wird für Milliarden-Sanierung gegen Cyberangriffe gerüstet
Klaus-Dieter StahrReichstag wird für Milliarden-Sanierung gegen Cyberangriffe gerüstet
Reichstagsgebäude in Berlin steht vor umfangreichen Sanierungen für besseren Cyberschutz
Das Reichstagsgebäude in Berlin wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert, um seine Abwehr gegen Cyberangriffe zu stärken. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner kündigte die Pläne an und warnte vor wachsenden digitalen Bedrohungen. Das historische Bauwerk, das jährlich rund zwei Millionen Besucher anzieht, soll im Rahmen der Arbeiten grundlegend auf den neuesten Stand gebracht werden.
Im Zuge des Projekts wird veraltete Infrastruktur in großem Umfang ersetzt. Arbeiter verlegen 3.800 Kilometer neue Kupferkabel – eine Länge, die ausreichen würde, um ganz Deutschland entlang der Grenze zu umspannen. Zudem werden 300 Kilometer Glasfaserkabel, 300 Datenverteilereinheiten und Hunderte von Servern ausgetauscht.
Der Zugang zu den digitalen Systemen des Bundestags wird künftig stärker eingeschränkt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern, die IT-Sicherheit zu erhöhen und die Kontrolle über die Datennutzung zu verbessern. Klöckner drängt zudem auf eine Aktualisierung des Bundestagspolizeigesetzes noch in diesem Jahr.
Das geplante Gesetz soll den Datenaustausch mit Nachrichtendiensten ermöglichen. Diese Regelung dient dazu, potenzielle Sicherheitsrisiken unter den zahlreichen Besuchern des Gebäudes frühzeitig zu erkennen. Beamte bezeichnen die Sanierung als eine gigantische Aufgabe, die jahrelange präzise Bauarbeiten erfordert.
Die Modernisierung wird die digitale Infrastruktur des Reichstags auf den neuesten Stand bringen und gleichzeitig Schwachstellen für Cyberangriffe minimieren. Strengere Zugangsregeln und eine bessere Datenüberwachung sollen nach Abschluss der Arbeiten in Kraft treten. Das Vorhaben ist Teil umfassender Bemühungen, kritische Regierungsgebäude gegen sich weiterentwickelnde Bedrohungen abzusichern.






