04 May 2026, 18:22

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und Aktivismus vereint

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Protestaktion gegen die Anti-Kriegs-Bewegung in Berlin, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen zu sehen.

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Musik und Aktivismus vereint

RAPK – Rap-Trio aus Berlin-Kreuzberg – verbindet Musik mit Aktivismus

Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg verschmilzt in seiner Musik künstlerischen Ausdruck mit politischem Engagement. Ihre Lieder spiegeln den Alltag im Stadtteil wider und setzen sich mit Themen wie Gentrifizierung, rassistische Polizeikontrollen und Drogenabhängigkeit auseinander. Für die Gruppe sind Protest und Kultur untrennbar – sie bedingen und verstärken einander.

Die drei Mitglieder Victor, Tariq und Gustav sind tief in der Protestkultur Kreuzbergs verwurzelt. Jedes Jahr am 1. Mai veranstalten sie nach dem traditionellen Myfest, dem Maifeier-Festival des Viertels, ein Solidaritätskonzert. 2023 geriet ihre Veranstaltung jedoch in Konflikt mit dem revolutionären Maidemonstrationszug, was zu Verzögerungen führte.

Um den Demonstrant:innen den Weg freizumachen, griff RAPK während des Konzerts zu Maßnahmen: Über die Lautsprecheranlage wurden Durchsagen gemacht, auf Instagram postete die Band Aktualisierungen und rief das Publikum auf, Platz zu schaffen. Trotz dieser Bemühungen kam es zu Behinderungen des Zugs – später entschuldigte sich das Trio für seine Mitverantwortung an den Störungen.

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Um künftig solche Konflikte zu vermeiden, plant die Gruppe, ihre Konzerte räumlich klar von der Demonstration zu trennen. Ihr Ziel bleibt dabei unverändert: mit Musik Protest verstärken, Menschen verbinden und politische Botschaften niedrigschwellig verbreiten.

RAPKs Arbeit ist eng mit dem aktivistischen Geist Kreuzbergs verknüpft. Ihre Auftritte sollen die Gemeinschaft stärken, auch wenn logistische Herausforderungen auftreten. Künftig wird die Band ihren Ansatz anpassen, damit Protest und Kulturveranstaltungen nebeneinander stattfinden können – ohne sich gegenseitig zu behindern.

Quelle