05 May 2026, 12:15

Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Schilder und Banner, andere fahren Fahrräder, während sie an einer Protestaktion gegen die Anti-Kriegs-Bewegung in Berlin teilnehmen.

Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Am Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Demonstration statt. Die Teilnehmer forderten die Schließung der Gladiator Fight Academy, eines Fitnessstudios, dem Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen vorgeworfen werden. Organisiert wurde die Kundgebung von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter.

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Im Fokus der Proteste stand die angebliche Rolle des Studios als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Nachwuchsgewinnung. Die Menge skandierte Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderte Maßnahmen gegen die Einrichtung.

Erst kürzlich hatten die Betreiber des Studios in Teutschenthal eine Veranstaltung der Gladiator Fight Series ausgerichtet. Die Zusammenkunft in einem städtischen Kultur- und Gemeinschaftszentrum sorgte für Kritik, nachdem bekannt wurde, dass AfD-Mitglieder daran teilgenommen hatten. Demonstranten fragten, warum eine öffentliche Einrichtung für eine Veranstaltung mit umstrittenen Personen genutzt worden sei.

Zu den zentralen Figuren, die mit dem Studio in Verbindung stehen, zählt Theo Weiland, ein ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Auch Christopher Henze, der der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig zugerechnet wird, ist dort aktiv. Hans Krüger, Jugendtrainer im Studio und Fan von Energie Cottbus, tritt regelmäßig bei dessen Veranstaltungen an.

Robert Claus, ein Kritiker des Studios, wirft diesem vor, Gewalt und Diskriminierung offen zu dulden. Die Demonstration unterstrich die wachsenden Bedenken hinsichtlich des Einflusses der Einrichtung und ihrer mutmaßlichen extremistischen Verstrickungen.

Der Protest erhöhte den Druck auf die lokalen Behörden, sich mit den Aktivitäten des Studios auseinanderzusetzen. Die Organisatoren kündigten an, die Entwicklung weiter zu beobachten. Die Gladiator Fight Academy bleibt vorerst in Betrieb – Anzeichen für ein unmittelbares Einschreiten gibt es nicht.

Quelle