Potsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern nach heimlichen Aufnahmen
Luka BoucseinPotsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern nach heimlichen Aufnahmen
Potsdam führt Verbot von Smart Glasses in öffentlichen Schwimmbädern ein
Die Stadt Potsdam hat die Nutzung von Smart Glasses in ihren öffentlichen Schwimmbädern untersagt. Der Beschluss erfolgte nach Berichten, wonach Männer die Geräte genutzt hatten, um Frauen heimlich aufzunehmen. Die Behörden verwiesen auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der unberechtigten Verbreitung solcher Aufnahmen im Internet.
Die neue Regelung in Potsdam zielt speziell auf den Missbrauch von Smart Glasses ab, die für diskrete Foto- und Videoaufnahmen genutzt werden können. Den Berichten zufolge hatten einige Männer junge Frauen ohne deren Wissen gefilmt. Die Aufnahmen wurden anschließend im Internet verbreitet.
Berlin setzt auf bestehende Regeln Die Hauptstadt Berlin geht einen anderen Weg: Zwar ist das Fotografieren von Fremden in öffentlichen Bädern bereits verboten, ein explizites Verbot von Smart Glasses wird es jedoch nicht geben. Die bestehenden Vorschriften gelten als ausreichend, um Datenschutzbedenken zu begegnen.
Mit der Entscheidung schließt Potsdam eine mögliche Regelungslücke in den örtlichen Badeordnungen. Das Verbot soll weitere Vorfälle heimlicher Aufnahmen verhindern. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahme Missbrauch abschreckt und die Privatsphäre der Besucher schützt.
Das Verbot in Potsdam spiegelt die wachsende Sorge über den Missbrauch tragbarer Technologien wider. Smart Glasses können in den Schwimmbädern der Stadt nun beschlagnahmt werden, falls sie unsachgemäß genutzt werden. Berlins Bäder hingegen setzen weiterhin auf die geltenden Verbote unbefugter Fotoaufnahmen.






