Polizei und Ahmadiyya-Gemeinde in Nordhorn stärken Dialog für mehr Sicherheit
Luka BoucseinPolizei und Ahmadiyya-Gemeinde in Nordhorn stärken Dialog für mehr Sicherheit
Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde in Nordhorn haben kürzlich mit der örtlichen Polizei zusammengesessen, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Bei dem Treffen im Nordhorner Polizeirevier standen Themen wie Jugendarbeit, Kriminalprävention und der Aufbau gegenseitigen Verständnisses im Mittelpunkt. Beide Seiten betonten die Bedeutung eines offenen Dialogs zwischen Strafverfolgungsbehörden und religiösen Gruppen.
Gastgeberin der Begegnung war Frau Bruns, Leiterin des Nordhorner Polizeireviers. Zu den Gästen zählten Jazib Ahmad Aziz, der Imam der Gemeinde, sowie Rizwan Ranjah, zuständig für den interreligiösen Dialog. Auch Polizeioberkommissar Jörg Reurik, Experte für Präventionsarbeit, nahm teil und brachte seine Erfahrungen zu Jugendprogrammen und präventiven Strategien ein.
Ein zentraler Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Einbindung junger Menschen. Die Teilnehmer erörterten Möglichkeiten, Jugendliche frühzeitig für gesellschaftliche Verantwortung und respektvolles Miteinander zu sensibilisieren. Zudem wurden übergeordnete Themen wie Kriminalprävention und das Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und religiösen Gemeinschaften behandelt.
Die Ahmadiyya-Gemeinde, die in Nordhorn die Sadiq-Moschee in der Sachsenstraße betreibt, setzt sich seit Langem für friedliches Zusammenleben und gesellschaftlichen Dialog ein. Die Polizeidirektion Emsland/Grafschaft Bentheim betrachtet eine solche Zusammenarbeit als unverzichtbar, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat zählt in Deutschland rund 40.000 Mitglieder und unterhält Moscheen wie die historische Wilmersdorfer Moschee in Berlin (erbaut 1924) oder die Nachkriegs-Fazle-Omar-Moschee in Hamburg. Ziel des Besuchs war es, die Kooperation zwischen Polizei und Gemeinde zu intensivieren und den Austausch über gemeinsame Anliegen zu vertiefen.
Die Polizeibehörde begrüßte die Fortführung der Partnerschaft als wichtigen Schritt hin zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. Künftige Gespräche werden voraussichtlich die Ausweitung von Jugendinitiativen und die Aufrechterhaltung eines offenen Dialogs thematisieren. Beide Seiten waren sich einig, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit entscheidend ist, um gemeinschaftliche Herausforderungen wirksam zu bewältigen.






