Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro für revolutionäres Wasserstoffzentrum WTAZ
Herlinde JungferPfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro für revolutionäres Wasserstoffzentrum WTAZ
Pfeffenhausen hat bedeutende Fördergelder für sein Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) eingeworben. Am 10. Februar 2026 gab Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder offiziell die Bewilligung von 54 Millionen Euro für das Projekt bekannt. Das Zentrum wird sich auf Wasserstoffantriebe und Betankungstechnologien konzentrieren und dabei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei Tests und Zertifizierungen unterstützen.
Das WTAZ war 2021 in einem bundesweiten Wettbewerb als einer von vier Standorten ausgewählt worden. Seine Aufgabe umfasst den Aufbau essenzieller Infrastruktur für die Wasserstoffforschung, insbesondere für flüssige, kryokomprimierte und gasförmige Wasserstoffsysteme.
Von den 54 Millionen Euro fließen 32 Millionen in Test- und Forschungseinrichtungen an drei regionalen Hochschulen. Weitere 22 Millionen erhalten zwei Unternehmensverbünde für den Bau einer wasserstofftauglichen Testhalle und einer Verflüssigungsanlage. Der Freistaat Bayern steuert zusätzlich bis zu 30 Millionen Euro bei, von denen ein Teil bereits für Grundstückskäufe und Infrastrukturmaßnahmen verwendet wurde.
Bei der Bekanntgabe der Fördermittel waren neben Minister Schnieder auch der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Staatsminister Hubert Aiwanger und Staatsminister Christian Bernreiter anwesend. Noch in diesem Jahr plant Pfeffenhausen, Gewerbegrundstücke rund um das WTAZ zu vermarkten, um weitere Investitionen anzuziehen.
Das WTAZ wird Kernleistungen im Bereich Wasserstofftechnologie anbieten, darunter Prüfung, Inspektion und Zertifizierung. Mit einer Gesamtförderung von Bund und Land in Höhe von über 80 Millionen Euro entwickelt sich das Zentrum zu einem zentralen Innovationshub für Wasserstoff. Die anstehende Veräußerung von Gemeindeflächen soll zudem die industrielle Ansiedlung ausbauen.






