Österreich mildert Kulturkürzungen – doch viele Institutionen leiden weiter
Luka BoucseinÖsterreich mildert Kulturkürzungen – doch viele Institutionen leiden weiter
Die drastischen Kürzungen im österreichischen Kunst- und Kulturhaushalt wurden abgemildert. Statt einer Streichung von 52,8 Millionen Euro wird der Sektor nun mit einem Minus von 21,1 Millionen Euro belastet. Dennoch stehen wichtige Institutionen in den nächsten beiden Jahren vor deutlichen Veränderungen bei der Finanzierung.
Die Bundestheater behalten ihr aktuelles Budget von 204,2 Millionen Euro für die Jahre 2027 und 2028. Die Bundesmuseen hingegen müssen Einschnitte hinnehmen: Ihre Mittel sinken auf 151,2 Millionen Euro in beiden Jahren.
Besonders hart trifft es das Museum für Volkskunde, dessen Budget um 11,4 Millionen Euro gekürzt wird. Die Gesamtförderung für Kunst und Kultur verringert sich um 13,6 Millionen Euro – von 194,6 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 181 Millionen Euro 2027. Auch der Denkmalschutz wird leicht beschnitten: Hier reduziert sich das Budget um eine Million Euro auf 54 Millionen Euro.
Einige Bereiche bleiben stabil oder verzeichnen leichte Zuwächse. Die FISAplus-Förderung bewegt sich weiterhin zwischen 55 und 57 Millionen Euro. Das Österreichische Filminstitut erhält für 2027 und 2028 ein leicht erhöhtes Budget von 37 Millionen Euro – nach 39 Millionen Euro im Jahr 2026.
Mitten in diesen Umbrüchen feierte das Burgtheater kürzlich die Premiere von Haut um Haut unter der Regie von Stefan Bachmann.
Die überarbeitete Haushaltsplanung bewahrt den Kultursektor zwar vor noch tieferen Kürzungen, dennoch müssen zahlreiche Einrichtungen mit weniger Mitteln auskommen. Museen, Denkmalschutzprojekte und Kunstprogramme werden in den kommenden Jahren mit geringeren Budgets operieren. Einige Bereiche wie Filmförderung und FISAplus können ihre Mittel hingegen halten oder leicht aufstocken.






