24 May 2026, 06:19

Ostdeutsches Wirtschaftsforum: Unternehmen fordern Reformen gegen Bürokratie und Energiekosten

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut in Reformen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum: Unternehmen fordern Reformen gegen Bürokratie und Energiekosten

Ostdeutsches Wirtschaftsforum startet in Bad Saarow – Frust über Reformstau und Wirtschaftspolitik

Vom 31. Mai bis 2. Juni findet in Bad Saarow das Ostdeutsche Wirtschaftsforum statt. Zu den prominenten Gästen zählen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie drei Ministerpräsidenten. Die Veranstaltung steht im Zeichen wachsender Unzufriedenheit der Unternehmen mit der Wirtschaftspolitik und blockierten Reformen.

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Rund 350 Führungskräfte aus der Wirtschaft werden täglich zusammenkommen, um über industrielle Herausforderungen und Chancen zu diskutieren. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt, die Unternehmen seien „tief enttäuscht“ von den Reformstreitigkeiten der Bundesregierung. BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch betonte, dass übermäßige Bürokratie, hohe Energiekosten und Steuern das Wachstum hemmen.

Der BDI rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einer industriellen Expansion – als Gründe werden der Konflikt im Iran und anhaltende wirtschaftliche Belastungen genannt. Lösch wies zudem auf die Risiken gescheiterter Reformen hin, insbesondere in einem Wahljahr. Trotz der Sorgen hob er die gute Infrastruktur und verfügbaren Flächen in Ostdeutschland als Standortvorteile für die wachsende Rüstungsindustrie hervor.

Auf dem Programm stehen Gespräche mit den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Lösch forderte die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und mehr Flexibilität für Innovation und Investitionen zu schaffen. Das Forum soll Potenziale für Wachstum aufzeigen – trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Die Veranstaltung fällt in eine kritische Phase für die deutsche Industrie. Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich wegen verzögerter Reformen und wirtschaftlicher Belastungen verschlechtert. Die Organisatoren hoffen, dass die Diskussionen konkrete Veränderungen anstoßen, um Investitionen und die industrielle Entwicklung zu stärken.

Quelle