Osnabrücks Wohnungsamt kämpft mit monatelangen Wartezeiten bei Wohngeldanträgen
Klaus-Dieter StahrOsnabrücks Wohnungsamt kämpft mit monatelangen Wartezeiten bei Wohngeldanträgen
Wohnungsamt in Osnabrück kämpft mit längeren Bearbeitungszeiten
Das Wohnungsamt der Stadt Osnabrück sieht sich mit immer längeren Wartezeiten konfrontiert, da die Nachfrage nach Wohngeld stark angestiegen ist. Die Bearbeitung von Anträgen dauert mittlerweile bis zu zwölf Wochen – und weitere Verzögerungen sind absehbar. Als Reaktion darauf hat die Stadt zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und neue Hilfsangebote für Bürger eingeführt.
Der starke Anstieg der Wohngeldanträge belastet die Kapazitäten des Amtes erheblich. Heike Pape, Mitglied der Geschäftsführung, bestätigte, dass dringend mehr Personal benötigt werde, um die anfallende Arbeit zu bewältigen. Bereits wurden fünf neue feste Stellen geschaffen; neun weitere Positionen sind im Stellenplan für 2023 beantragt.
Da die neuen Mitarbeiter zunächst eingearbeitet werden müssen, könnten sich die Bearbeitungszeiten vorerst auf hohem Niveau bewegen. Um Antragstellern den Prozess zu erleichtern, bietet die Stadt mehrere Einreichungsmöglichkeiten an: über das Online-Serviceportal, per E-Mail, postalisch oder persönlich im Stadthaus 1 oder 2. Zudem steht an ausgewählten Tagen eine spezielle Hotline unter der Nummer 0541 323 3444 für konkrete Fragen zur Verfügung.
Um die Antragstellung zu vereinfachen, werden derzeit Erklärvideos erarbeitet. Auf der Website der Stadt ist bereits ein Wohngeldrechner (service.osnabrueck.de/wohngeldrechner) abrufbar, mit dem Bürger ihre voraussichtliche Anspruchsberechtigung prüfen können. Die Behörden weisen darauf hin, dass vollständige Unterlagen eingereicht werden müssen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Bestehende Bezieher von Wohngeld erhalten ab Januar automatisch höhere Zahlungen – vorausgesetzt, ihr Bewilligungszeitraum bleibt gültig.
Obwohl die Stadt Maßnahmen ergreift, um den Rückstau abzubauen, werden sich die Wartezeiten voraussichtlich weiter hinziehen, solange die neuen Mitarbeiter geschult werden. Bürger können sich während der Bearbeitungszeit mit den Online-Tools und der Hotline Unterstützung holen. Die Änderungen sollen die Abläufe effizienter gestalten und der wachsenden Nachfrage gerecht werden.






