28 March 2026, 14:17

Orkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm: Schnee, Stromausfälle und Verkehrschaos

Menschen sitzen auf dem Flughafenboden und halten ein "Berlin wegen Klimakrise gestrichen"-Schild mit verstreuten Gegenständen und Rolltreppen im Hintergrund.

Orkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm: Schnee, Stromausfälle und Verkehrschaos

Sturm "Goretti", auch "Elli" genannt, fegt über Nordeuropa – Orkanböen, Schneechaos und massive Behinderungen

Der Sturm hat in Nordwesteuropa mit orkanartigen Böen, heftigen Schneefällen und weitreichenden Ausfällen für Chaos gesorgt. In Norddeutschland kam der Zugverkehr zum Erliegen, in Großbritannien wurden Flüge gestrichen, und in Frankreich gab es Stromausfälle.

Zunächst traf der Sturm den Norden Frankreichs und zwang das Kernkraftwerk Flamanville aus Sicherheitsgründen zur vorübergehenden Abschaltung. Rund 380.000 Haushalte waren ohne Strom, nachdem heftige Winde die Nordwestregion heimsuchten. Anschließend zog das Tief nach Deutschland weiter, wo der Meteorologe David Menzel betonte, dass der Sturm zwar schwerwiegend sei, aber "ganz sicher kein Jahrhundertereignis".

In Deutschland stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden bis Sonntag komplett ein. Über 3.000 Kilometer Gleisstrecken waren nicht befahrbar, besonders betroffen war der Nordosten. Verbindungen wie Berlin–Hannover–Ruhrgebiet oder Hamburg–Hannover–Frankfurt fielen aus, während der Regionalverkehr um Hannover mindestens bis Freitagmittag ruhen blieb.

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Die Auswirkungen beschränkten sich nicht auf den Verkehr: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wurde wegen starker Schneefälle abgesagt. In Großbritannien schloss der Flughafen Birmingham vorübergehend, da Schneestürme den Betrieb unmöglich machten. Gleichzeitig änderte das Kreuzfahrtschiff AIDAnova seine Route und kehrte vorzeitig nach Hamburg zurück, um den schlimmsten Wetterbedingungen zu entgehen.

Der Sturm hat tausende Haushalte in Frankreich ohne Strom zurückgelassen und Reisende in ganz Nordeuropa festgesetzt. Die Deutsche Bahn arbeitet daran, den Zugverkehr wiederaufzunehmen, doch mit weiteren Verspätungen und Ausfällen ist bis zum Wochenende zu rechnen. Die Behörden warnen vor anhaltend gefährlichen Bedingungen auf Straßen und in den Verkehrsnetzen.

Quelle