Ökonom warnt: Spritpreise und Iran-Krise treiben Inflation in Deutschland an
Klaus-Dieter StahrÖkonom warnt: Spritpreise und Iran-Krise treiben Inflation in Deutschland an
Steigende Spritpreise und geopolitische Spannungen könnten die Lebenshaltungskosten in Deutschland weiter in die Höhe treiben – das warnt zumindest der Ökonom Jens Südekum. Der Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil sieht die Gefahr, dass höhere Energiepreise bald auch die Lebensmittel teurer machen und so den Inflationsdruck verstärken.
Südekum verwies auf einen deutlichen Anstieg der Spritpreise an deutschen Tankstellen um 20 Prozent. Die von der Regierung kürzlich beschlossene Entlastung bei den Kraftstoffkosten bezeichnete er als angemessen für die aktuelle Lage. Gleichzeitig mahnte er, Steuergelder dürften nicht für jede kleinere wirtschaftliche Erschütterung eingesetzt werden.
Der Wirtschaftswissenschaftler wies zudem auf die weiteren Risiken durch die Iran-Krise hin. Er erwartet, dass die Eskalation das deutsche Wirtschaftswachstum belasten und die Inflation noch weiter anheizen wird. Sollte sich die Lage zuspitzen, schlägt Südekum vor, das Luxemburger Modell staatlich regulierter Preisanpassungen als möglichen nächsten Schritt zu prüfen.
Trotz der Herausforderungen hält er die bisherigen Maßnahmen für verhältnismäßig. Doch betonte er, der Staat könne die Bürger nicht vollständig vor allen Preiserhöhungen abschirmen.
Südekums Warnungen kommen zu einer Zeit, in der die Spritkosten steigen und die geopolitischen Spannungen zunehmen. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass weitere Preisanstiege folgen könnten – insbesondere bei Lebensmitteln und Energie. Gleichzeitig machen seine Aussagen deutlich, dass es Grenzen gibt, wie stark der Staat die Folgen abfedern kann.






