Norbert Himmler bleibt trotz Kritik und KI-Skandal ZDF-Intendant
Klaus-Dieter StahrNorbert Himmler bleibt trotz Kritik und KI-Skandal ZDF-Intendant
Norbert Himmler bleibt für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF, nachdem der Rundfunkrat seine Wiederbestellung am Freitag gebilligt hat. Die Entscheidung fällt trotz anhaltender Kritik an der sinkenden Bedeutung des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder. Sein neuer Vertrag verlängert eine lange Karriere beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in der er seit den späten 1990er-Jahren verschiedene Führungspositionen innehatte.
Himmler ist seit 1998 mit dem ZDF verbunden, als er nach Tätigkeiten als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter dort sein Volontariat begann. Der in Mainz geborene und aufgewachsene Himmler studierte Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er promovierte. Im Laufe der Jahre stieg er auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Leiter der Programmplanung sowie als Verantwortlicher für die Fiction-Abteilung und den Sender ZDFneo.
Eine seiner prägendsten Entscheidungen traf er 2014, als er in seiner Funktion als Programmdirektor die langjährige Primetime-Sendung Wetten, dass..? einstellte. Doch bereits 2021 revidierte er diesen Schritt und holte die Show zurück – zunächst als Programmdirektor, später als Intendant. Trotz Reformversprechen blieb das ZDF-Programm weitgehend unverändert; einige bekannte Formate und Kanäle verschwanden dennoch.
Seine Wiederbestellung stieß auf keinen nennenswerten Widerstand, und sein Jahresgehalt bleibt bei 372.000 Euro. Die Entscheidung folgt auf eine Phase der Kontroversen, darunter Fragen zur Relevanz des ZDF und ein viel kritisierter Vorfall mit KI-manipulierten Bildern. Dennoch sprach ihm der Rundfunkrat das Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus.
Himmler wird das ZDF weiterhin mit gleichem Gehalt und neuem Mandat leiten. Unter seiner Führung gab es sowohl Programmstreichungen als auch Wiederbelebungen, doch das Kernprogramm blieb weitgehend stabil. Seine nächste Amtszeit wird zeigen, ob es dem Sender gelingt, seine Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig das Vertrauen der Öffentlichkeit zu bewahren.