NKR fordert einfachere Baustandards gegen Wohnungsnot und hohe Baukosten
Christos SchwitalNKR fordert einfachere Baustandards gegen Wohnungsnot und hohe Baukosten
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat die Bundesregierung aufgefordert, Baustandards zu vereinfachen, um Kosten zu senken und die Wohnungsnot zu lindern. In einem neuen Positionspapier skizziert der NKR Vorschläge für das geplante Gebäudeenergiegesetz Typ E, dessen Entwurf die Minister in den kommenden Monaten erarbeiten wollen.
Die Bundesministerinnen Verena Hubertz und Stefanie Hubig hatten kürzlich Eckpunkte für den Vertrag zum Gebäudeenergiegesetz Typ E vorgestellt. Die Empfehlungen des NKR zielen darauf ab, Bauvorschriften zu straffen, indem überflüssige oder nicht essentielle Standards reduziert oder abgeschafft werden. Wie NKR-Präsident Lutz Goebel betont, könnten viele der aktuellen technischen Anforderungen für Wohngebäude zurückgenommen werden.
Der Rat schlägt ein gestuftes System für Baustandards vor: eine Grund-, Mittel- oder Premiumvariante. Im Rahmen dieses Modells würde der „Grundstandard“ zur Regelausführung, während Abweichungen nur für höherwertige Bauvorhaben zulässig wären. Ziel ist es, die Baukosten zu senken und Wohnraum erschwinglicher zu machen.
Das Bundesjustizministerium wird voraussichtlich bald einen Gesetzentwurf für das Gebäudeenergiegesetz Typ E vorlegen. Das Positionspapier des NKR soll als Leitfaden für die politischen Entscheidungsträger während dieses Prozesses dienen.
Falls die Vorschläge des NKR übernommen werden, könnten die Baukosten sinken und damit ein Beitrag zur Lösung der Wohnungskrise in Deutschland geleistet werden. Das neue Gebäudeenergiegesetz Typ E würde mehr Flexibilität bei Baustandards einführen – mit Fokus auf Bezahlbarkeit und Effizienz.






