26 March 2026, 18:14

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie schwächelt

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie schwächelt

Niedersachsens Wirtschaft zeigt 2024 gemischte Bilanz

Die Wirtschaftslandschaft Niedersachsens präsentierte sich 2024 mit uneinheitlichen Ergebnissen. Zwar stieg die Zahl der Unternehmen leicht an, doch der Gesamtumsatz sank um 1,8 % auf rund 746 Milliarden Euro. Treiber des Rückgangs waren vor allem die schwache Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und im Energiesektor, während einige Dienstleistungsbranchen florierten.

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Die Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Betriebe in der Region erhöhte sich um 0,6 % auf 276.260. Dieses Wachstum schlug sich jedoch nicht in allen Sektoren in höheren Erträgen nieder.

Besonders stark betroffen waren Energieversorger, deren Umsatz um 17 % einbrach und damit wieder auf das Niveau vor der Krise zurückfiel. Auch die Industrie verzeichnete einen Rückgang um 5,5 % – vor allem im Maschinenbau, in der Metallherstellung und -verarbeitung. Diese Verluste überlagerten die Zuwächse in anderen Bereichen und belasteten die Gesamtwirtschaft des Landes.

Demgegenüber verzeichneten Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie die wissenschaftlichen, technischen und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen deutliche Umsatzsteigerungen. Doch diese Zuwächse reichten nicht aus, um die deutlichen Einbußen in Produktion und Handel auszugleichen. Die Daten unterstreichen einen anhaltenden Strukturwandel in Niedersachsen, bei dem die Dienstleistungsbranchen an Bedeutung gewinnen, während traditionelle Industriebereiche hinter den Landes- und Bundesdurchschnitt zurückfallen.

Niedersachsens Wirtschaft im Wandel

Die Wirtschaft des Landes durchläuft einen spürbaren Umbruch: Während Dienstleistungssektoren wachsen, kämpfen das verarbeitende Gewerbe und energieintensive Industrien mit anhaltenden Herausforderungen. Die aktuellen Zahlen deuten auf einen nachhaltigen strukturellen Wandel hin – das Wachstum im Dienstleistungsbereich kann die Verluste in Produktion und Handel bislang nicht vollständig kompensieren.

Quelle