Neuwied startet Internationale Wochen gegen Rassismus mit Vielfalt und Solidarität
Herlinde JungferNeuwied startet Internationale Wochen gegen Rassismus mit Vielfalt und Solidarität
Neuwied bereitet sich auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus vor
Neuwied steht kurz vor den jährlichen Internationalen Wochen gegen Rassismus, einer Veranstaltungsreihe, die sich gegen Diskriminierung einsetzt und Solidarität fördern soll. Vom Mitte März bis Ende des Monats umfasst das Programm Filmvorführungen, Workshops und öffentliche Treffen. Die Veranstalter betonen, wie wichtig die Initiative bleibt, da Rassismus weiterhin Geflüchtete, Migrant:innen und Menschen trifft, die in der Gesellschaft als Außenseiter wahrgenommen werden.
Der offizielle Auftakt findet am 16. März auf dem Luisenplatz statt, wo Informationsstände und interaktive Aktivitäten Besucher:innen willkommen heißen. Bereits zwei Tage zuvor, am 14. März, bietet EIRENE in seinen Räumlichkeiten einen Erste-Hilfe-Kurs unter dem Titel "Erste Hilfe – Jeder kann Leben retten!" an, bei dem praktische Fertigkeiten vermittelt werden.
Am 18. März lädt der Albanisch-Islamische Kulturverein Bashkimi e.V. zu einem traditionellen gemeinsamen Iftar ein, bei dem Menschen während des Ramadan zusammenkommen, um eine Mahlzeit zu teilen. Zwei Tage später zeigt das Jugendzentrum Big House am 20. März den Film "Das deutsche Volk", der sich mit dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau auseinandersetzt.
Es folgt am 21. März eine Mahnwache am "Engel der Kulturen", die den Menschen im Iran gilt, die für Freiheit, Demokratie und politische Rechte kämpfen. Später in der Woche, am 23. März, trifft sich die Internationale Frauengruppe im Mehrgenerationenhaus Neuwied – ein Angebot für Frauen jeden Alters.
Das Programm geht weiter mit der Vorstellung des Films "Kein Land für niemanden – Festung Europa" am 25. März im Minski, der die Kämpfe von Geflüchteten an Europas Grenzen thematisiert. Den Abschluss bildet am 28. März die Diskussion "Keine einzige Geschichte"*, die sich mit Vielfalt, Vorurteilen und der Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven beschäftigt.
Seit 2017 unterstützen über 12 lokale Organisationen – darunter die Stadt Neuwied, die AWO, Caritas, Diakonie, Kirchen, Schulen und Initiativen wie "Neuwied ohne Rassismus" – regelmäßig die Aktion.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus verbinden Workshops, Filme und öffentliche Diskussionen, um Diskriminierung entgegenzutreten. Die Veranstalter unterstreichen, wie dringend kontinuierliches Engagement bleibt, angesichts von Rassismus im Alltag. Die Veranstaltungen laufen bis zum 28. März, alle Angebote sind öffentlich und für jede:n zugänglich.