29 April 2026, 02:29

Neue Inflationswelle droht: Deutschland erwartet 4,6 Prozent bis Jahresende

Euro-Zeichen vor dem Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Deutschland, mit Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Neue Inflationswelle droht: Deutschland erwartet 4,6 Prozent bis Jahresende

Deutschland könnte bis Ende 2024 einen erneuten starken Anstieg der Inflation erleben, mit einer erwarteten Rate von 4,6 Prozent. Der Preisschub folgt auf die zunehmenden Spannungen im Persischen Golf nach einem jüngsten US-Angriff auf den Iran. Ökonomen warnen, dass schwaches Wachstum in Kombination mit hohen Preisen die Europäische Zentralbank (EZB) vor eine schwierige politische Entscheidung stellen könnte.

Die aktuelle Inflationswarnung stammt vom IW-Wirtschaftsinstitut, das die gegenwärtigen Entwicklungen mit der Energiekrise von 2022 vergleicht. Damals waren die Preise auf über 10 Prozent explodiert, der Jahresdurchschnitt lag bei 6,9 Prozent. Nun prognostiziert das Institut, dass die Inflation auf hohem Niveau bleiben wird – im Schnitt bei 3,5 Prozent im Jahr 2026, was deutlich über der noch vor wenigen Monaten erwarteten Rate von 2,7 Prozent liegt.

Um die finanzielle Belastung der Haushalte zu mildern, führt die Bundesregierung ab dem 1. Mai eine vorübergehende Spritpreissenkung ein. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten zudem einen steuerfreien Inflationsausgleichsbonus von bis zu 1.000 Euro zahlen – eine Maßnahme, die mit der Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran zusammenhängt.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, betonte die Unsicherheit über die nächsten Schritte der EZB. Angesichts steigender Inflation, aber stagnierendem Wachstum könnten die Währungshüter eingreifen müssen – doch der richtige Kurs ist unklar.

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Der erwartete Inflationsschub stellt die deutsche Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Die EZB könnte eingreifen, um die Preise zu stabilisieren, müsste dabei jedoch die steigenden Kosten gegen das schwache Wachstum abwägen. Gleichzeitig sollen kurzfristige Entlastungsmaßnahmen die unmittelbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen abfedern.

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