25 March 2026, 22:20

Nach 400 Jahren schließt Angermündes "Alte Apotheke" für immer ihre Pforten

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke mit einer Straße unten.

Nach 400 Jahren schließt Angermündes "Alte Apotheke" für immer ihre Pforten

Eine der ältesten Apotheken Deutschlands, die Alte Apotheke in Angermünde, hat nach über 400 Jahren ihren Betrieb eingestellt. Inhaber Christian Toll traf diese schwere Entscheidung aufgrund von Personalmangel und einem auslaufenden Mietvertrag. Viele langjährige Kunden sind über den Verlust der lokalen Institution bestürzt.

Toll hatte die Alte Apotheke 2014 übernommen. Jahrelang gelang es ihm, das traditionsreiche Geschäft am Laufen zu halten, doch die Herausforderungen wurden immer größer. Als seine Filialleiterin kündigte, fand er keinen Ersatz – eine Situation, die ihn schließlich zwang, die Türen für immer zu schließen.

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Die Schließung ist Teil eines größeren Trends in Brandenburg. Seit 2023 haben im gesamten Bundesland 50 Apotheken dichtgemacht. Allein 2025 schlossen zehn weitere, während nur vier neu eröffneten. Aktuell gibt es noch 523 Apotheken im Land. Trotz des Rückschlags konnte Toll zwölf Mitarbeiter in seiner Hauptapotheke halten, darunter vier ehemalige Angestellte der Alten Apotheke.

Das Gebäude selbst wird nicht lange leer stehen. Andere Unternehmen haben bereits Interesse an den Räumlichkeiten signalisiert. Unterdessen werden die beiden verbleibenden Apotheken in Angermünde die Bevölkerung weiter versorgen. Toll, der sich in seinen späten 50ern befindet, hat zwar keine unmittelbaren Ruhestandspläne, geht aber nicht davon aus, über das 65. Lebensjahr hinaus zu arbeiten.

Die Schließung der Alten Apotheke markiert das Ende einer Ära für Angermünde. Kunden, die seit Generationen auf ihre Dienstleistungen angewiesen waren, müssen sich nun an die anderen Apotheken der Stadt wenden. Angesichts des wachsenden Personalmangels und des zunehmenden Branchen-Drucks könnten weitere kleine Apotheken in Brandenburg ein ähnliches Schicksal drohen.

Quelle