MotionMiners bringt KI-gestützten Prozessmanager für effizientere Arbeitsabläufe
Luka BoucseinMotionMiners bringt KI-gestützten Prozessmanager für effizientere Arbeitsabläufe
MotionMiners GmbH erweitert ihre Plattform MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE um einen virtuellen Prozessmanager. Das Tool soll die Analyse der Arbeitsplatzproduktivität automatisieren, indem es Bewegungs- und Aktivitätsdaten auswertet. Als Prototyp wird es auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart später diesen Monat präsentiert.
Der virtuelle Prozessmanager schließt eine Lücke in der Arbeitsablaufanalyse. Er erkennt automatisch Probleme wie lange Laufwege, übermäßige Suchzeiten, häufige Verzögerungen, ergonomische Belastungen oder ineffiziente Arbeitsabfolgen. Sobald Schwachstellen identifiziert sind, schlägt das System maßgeschneiderte Optimierungslösungen vor – von organisatorischen Anpassungen und Lagerneugestaltungen bis hin zu technischen Hilfsmitteln oder Automatisierungslösungen.
Die Software greift auf eine umfangreiche Datenbank mit über 500.000 Stunden aufgezeichneter Prozessdaten zurück, die in acht Jahren Motion-Mining-Projekten gesammelt wurden. Erkannte Probleme werden über ein integriertes Anbieterauswahltool mit passenden Drittlösungen abgeglichen. Diese Funktion ist Teil von MotionMiners SOLUTIONS, einer 2023 gestarteten Plattform, die mittlerweile über 420 Produkte und Dienstleistungen umfasst, um die Lücke zwischen Analyse und praktischer Umsetzung zu schließen.
Die Entwicklung des virtuellen Prozessmanagers wird im Rahmen des SENSOMAI-Projekts gefördert, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Noch in diesem Jahr startet eine Betaphase mit ausgewählten Kunden, um die Systemleistung zu verfeinern und die Wissensbasis zu erweitern. Der Prototyp wird auf der LogiMAT vom 24. bis 26. März in Halle 4, Stand 4C25 vorgestellt.
Das neue Tool soll Unternehmen dabei unterstützen, Prozessdaten effizienter zu interpretieren und Verbesserungen gezielt umzusetzen. Durch die Verknüpfung erkannten Optimierungsbedarfs mit praktischen Lösungen lässt sich der manuelle Analyseaufwand deutlich reduzieren. Die anstehende Betaphase und die Messepräsentation werden weitere Einblicke in die Fähigkeiten des Systems bieten.






