Mosolf expandiert nach Wilhelmshaven – E-Quads für Norddeutschland und Skandinavien
Luka BoucseinMosolf expandiert nach Wilhelmshaven – E-Quads für Norddeutschland und Skandinavien
Mosolf baut Präsenz in Norddeutschland aus – Produktion elektrischer Nutzfahrzeug-Quads geplant
Der führende Fahrzeuglogistiker Mosolf erweitert seine Aktivitäten in Norddeutschland und plant die Produktion elektrischer Nutzfahrzeug-Quads. Das Unternehmen hat bereits ein Büro am JadeWeserPort in Wilhelmshaven eröffnet und lotet weitere Expansionen in der Region aus. Dieser Schritt passt zur wachsenden logistischen Dynamik im Hafen, zu der auch das neue Verpackungszentrum von Volkswagen und die ausgebauten Schiffsrouten von Hapag-Lloyd zählen.
In Datteln hat Mosolf mit Tropos Motors Europe eine Fertigungs- und Vertriebsstätte für elektrische Nutzfahrzeug-Quads gegründet. Nun prüft das Unternehmen Wilhelmshaven als strategischen Standort, um von dort aus Norddeutschland und Skandinavien mit den Fahrzeugen zu beliefern.
Die Bedeutung des Hafens hat jüngst weiter zugenommen: Anfang 2026 übernahm die Dirks Group dort das CKD-Verpackungszentrum von Volkswagen, während Hapag-Lloyd mit dem Wilhelmshaven Express – Teil der Flottenerweiterung seiner Hamburg-Klasse – die Container-Schifffahrt stärkte.
Aktuell führt Mosolf Gespräche mit der niedersächsischen Landesregierung und der JadeWeserPort-Betreibergesellschaft, um die Pläne zu finalisieren. Bei einer Genehmigung würde der Standort wasser- und landseitige Logistik, Fahrzeugabwicklung sowie automotive Dienstleistungen in ganz Europa unterstützen. Das Unternehmen betreibt bereits 18 Fahrzeug-Umschlagstandorte in Deutschland sowie sechs weitere in Belgien, Tschechien, Frankreich und Polen.
Auch Volkswagen hat in Wilhelmshaven ein globales Verpackungszentrum eröffnet, das von Imperial Logistics betrieben wird und die Rolle des Hafens als Automotive-Logistikdrehscheibe weiter festigt.
Die Expansion von Mosolf in Wilhelmshaven würde die Position des Standorts als zentraler Logistik-Knotenpunkt stärken. Bei Erfolg könnte der Standort zu einem wichtigen Verteilzentrum für elektrische Nutzfahrzeug-Quads in Nordeuropa werden. Der Schritt reiht sich in die umfassenden Investitionen von Volkswagen und Hapag-Lloyd in der Region ein.