26 June 2026, 00:13

Mercedes-Benz ringt um 40-Stunden-Woche – Gewerkschaften widersetzen sich dem Kostendruck

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz ringt um 40-Stunden-Woche – Gewerkschaften widersetzen sich dem Kostendruck

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Kosten zu senken – deutsche Lohnkosten gelten als nicht wettbewerbsfähig. Der Konzern führt derzeit Gespräche mit Arbeitnehmervertretern über mögliche Anpassungen der Arbeitszeiten. Offizielle Verhandlungen zur Änderung der aktuellen 35-Stunden-Woche gibt es jedoch noch nicht.

Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, hat sich öffentlich für eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ausgesprochen. Er sieht darin einen notwendigen Schritt, um die globale Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes zu sichern. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Lohnkosten in Deutschland nach Unternehmensangaben über dem internationalen Durchschnitt liegen.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnt längere Arbeitszeiten ohne zusätzliche Bezahlung ab. Er verweist darauf, dass einige deutsche Standorte bereits unterausgelastet seien, sodass eine Ausweitung der Arbeitszeit wenig sinnvoll wäre. Lümali betonte zudem, dass Tarifverhandlungen über die IG Metall und die Arbeitgebervereinigung geführt werden – nicht direkt mit Mercedes.

Trotz der Diskussionen sucht das Unternehmen weiterhin nach Wegen, die Effizienz zu steigern. Konkrete Pläne zur Änderung der 35-Stunden-Woche für gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte liegen jedoch bisher nicht vor.

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Der Streit zeigt die Schwierigkeit, Kostensenkungen mit Arbeitnehmerrechten in Einklang zu bringen. Mercedes muss Lösungen finden, um Ausgaben zu reduzieren, ohne bestehende Tarifverträge zu unterlaufen. Vorerst bleibt die 35-Stunden-Woche unverändert – mit kurzfristigen Änderungen der Unternehmenspolitik ist nicht zu rechnen.

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