Massive Proteste gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Thüringen geplant
Klaus-Dieter StahrMassive Proteste gegen AfD-Kinderschutzkonferenz in Thüringen geplant
Ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen hat für diesen Samstag Proteste gegen eine Kinderschutzkonferenz der AfD in Thüringen angekündigt. Die von der familienpolitischen Sprecherin der Partei, Vanessa Behrendt, organisierte Veranstaltung behandelt Themen wie Gender-Ideologie und die frühkindliche Sexualisierung. Gegner werfen der Konferenz vor, unter dem Deckmantel des Kinderschutzes eine antidemokratische Agenda zu verbreiten.
Das Bündnis „Bunt statt braun“ hat unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ zu Demonstrationen aufgerufen. Unterstützt wird es von Gewerkschaften wie Ver.di und der GEW, der katholischen Kirche, der SPD, den Grünen sowie Aktivistengruppen wie „Omas gegen Rechts“ und Aufstehen gegen Rassismus.
Die Initiatoren kritisieren, die AfD instrumentalisere den Kinderschutz, um Menschenrechte, Vielfalt und Inklusion anzugreifen. Zu den geplanten Rednern zählen Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, sowie Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts. Die EU-Abgeordnete Christine Anderson wird über die Auswirkungen der Corona-Politik auf Kinder sprechen.
Die Proteste richten sich gegen die inhaltlichen Schwerpunkte der Konferenz, zu denen auch Erfahrungen mit Gewalt und die angebliche Verharmlosung von Pädophilie gehören. Die Organisatoren warnen, die Veranstaltung könnte demokratische Werte und Kinderrechte untergraben. Die Kundgebungen finden am Samstag parallel zur Konferenz statt.






