Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimaschutz und gegen Rechtsextremismus
Klaus-Dieter StahrMartin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimaschutz und gegen Rechtsextremismus
Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt aus Berlin, zog im Juni 2024 als Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. Er folgte Carola Rackete nach, die im September 2023 zurücktrat, und übernimmt nun die Leitung ihres früheren Brüsseler Teams. Zu seinen Schwerpunkten zählen Klimaschutz, wirtschaftliche Gerechtigkeit sowie die Abwehr des Rechtsextremismus.
Günther vertritt Brandenburg, ein Bundesland, das derzeit jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln erhält. Durch geplante Umverteilungen könnte dieser Betrag um mindestens die Hälfte sinken. Er warnt, dass steigende Militärausgaben zu Kürzungen bei Sozial-, Umwelt- und Kohäsionsprogrammen zwingen könnten.
Die Klimapolitik steht im Mittelpunkt seiner Arbeit als vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Günther argumentiert, dass Großkonzerne und Industrienationen den Großteil der Treibhausgasemissionen verursachen, während einkommensschwache Bevölkerungsgruppen die schwerwiegendsten Folgen tragen. Aktuell konzentriert er sich auf den mehrjährigen Finanzrahmen der EU, wo er Änderungen am Wettbewerbsfähigkeitsfonds ausarbeitet. Er befürchtet, dass die Zusammenlegung verschiedener Förderströme Klimaschutzmaßnahmen schwächen könnte.
Für Günther bleibt die europäische Integration ein linkes Projekt. Er fordert eine engere Zusammenarbeit der progressiven Parteien, um EU-feindlichen Kräften entgegenzutreten. Ein zentrales Anliegen ist für ihn die Bekämpfung des Rechtsextremismus – insbesondere angesichts der wachsenden Kooperation zwischen Konservativen und extremistischen Gruppen im Parlament.
Günthers Agenda verbindet Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und den Widerstand gegen rechtsextreme Einflüsse. Mit seinen Änderungen am EU-Haushalt will er Umwelt- und Kohäsionsförderung vor Kürzungen schützen. Die drohenden Verluste an EU-Mitteln für Brandenburg verleihen seinem Einsatz für fairere finanzielle Prioritäten zusätzliche Dringlichkeit.






