29 April 2026, 18:15

Linke in der Krise: Umstrittenes Positionspapier spaltet Partei und löst Debatte aus

Alte Karte Israels mit roten und grünen Linien, die die israelische Besetzung markieren, vor schwarzem Hintergrund mit Text.

Linke in der Krise: Umstrittenes Positionspapier spaltet Partei und löst Debatte aus

In einer regionalen Gliederung der Linken hat ein umstrittenes Positionspapier für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über die ideologische Ausrichtung der Partei entfacht. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag fordert eine vollständige Ablehnung des Zionismus in der offiziellen Parteihaltung. Kritiker werfen der Initiative vor, sie entferne sich von demokratischen Grundsätzen und knüpfe an frühere radikale Vorschläge aus Niedersachsen an.

In der Resolution wird Israel als "koloniales und rassistisches Projekt" bezeichnet – eine Formulierung, die scharfe Kritik hervorgerufen hat. Verfassungsrechtler warnen, dass eine solche Rhetorik demokratische Werte innerhalb der Partei untergraben könnte. Die Gruppe hinter dem Antrag feierte ihren Erfolg auf Instagram mit einer Karte des Nahen Ostens, auf der Israel getilgt und durch eine mit palästinensischen Symbolen gefüllte Umrisslinie ersetzt wurde – begleitet von einer FriedensTaube sowie Hammer und Sichel.

Die Verwendung von Hammer und Sichel hat die Befürchtungen über eine ideologische Radikalisierung des Flügels weiter verschärft. Beobachter weisen darauf hin, dass die Resolution eng an einen ähnlichen Entwurf anknüpft, der bereits Anfang dieses Jahres in Niedersachsen verabschiedet wurde – ein Zeichen für eine breitere Tendenz in bestimmten Parteikreisen.

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Die Verabschiedung des Papiers markiert einen deutlichen Bruch mit den traditionellen Positionen der Linken. Die Charakterisierung Israels und die Verwendung polarisierender Symbole haben bereits Gegenreaktionen ausgelöst. Verfassungswächter fragen sich nun, ob solche Schritte die innerparteiliche Spaltung weiter vertiefen könnten.

Quelle