Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik und Ökologie-Bedenken
Herlinde JungferLeverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik und Ökologie-Bedenken
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Nachwuchsleistungszentrum. Der jüngste Vorschlag des Vereins für Monheim am Rhein umfasst zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Radwege. Doch das Vorhaben stößt im Stadtrat auf massiven Widerstand.
Ursprünglich hatte der Club Monheim am Rhein als idealen Standort für sein Trainingszentrum ausgemacht. Der bereits mehrfach verkleinerte Plan erfüllt die Mindestanforderungen für Sportbetrieb und Infrastruktur. Er sieht Fußballanlagen, Arbeitsplätze und öffentliche Angebote wie Lauf- und Radwege vor.
Der Stadtrat, bestehend aus CDU, SPD und Grünen, lehnt die Pläne jedoch wiederholt ab. Die Bedenken gelten vor allem den Klimafolgen und Umweltauswirkungen. Die Spannungen verschärften sich nach der Kommunalwahl 2025, als die regierende Peto-Partei ihre Mehrheit im Rat verlor.
Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Konsequenzen, sollte das Projekt scheitern. Er betont, dass die Zukunftsfähigkeit des Vereins vom Bau des Campus abhängt. Auch Bayer-AG-Chef Bill Anderson äußerte sich besorgt über die politischen Entscheidungen, die das Vorhaben blockieren.
Zudem kämpft der Club mit infrastrukturellen Problemen am aktuellen Standort der BayArena in Leverkusen. Eine geplante Autobahn-Erweiterung in der Nähe der Anlagen unterstreicht die Dringlichkeit eines neuen Trainingszentrums.
Das Projekt bleibt aufgrund politischer und ökologischer Einwände in der Schwebe. Ohne Zustimmung droht der Verein im Nachwuchsbereich den Anschluss zu verlieren. Die nächsten Schritte des Rates werden entscheiden, ob das Vorhaben Realität wird.
