Lebensmittelkontrollen in Gifhorn: Fortschritte bei Hygienemängeln bleiben aus
Herlinde JungferLebensmittelkontrollen in Gifhorn: Fortschritte bei Hygienemängeln bleiben aus
Lebensmittelkontrollen im Landkreis Gifhorn: Fortschritte und anhaltende Mängel
Die Lebensmittelüberwachung im Landkreis Gifhorn hat weiterhin Herausforderungen für lokale Betriebe aufgezeigt. Die Behörden prüften im Jahr 2025 insgesamt 616 Gastronomiebetriebe und deckten dabei wiederholt Hygienemängel und Verstöße gegen Vorschriften auf. Die aktuellen Zahlen für die ersten Monate des Jahres 2026 zeigen sowohl Fortschritte als auch hartnäckige Probleme.
Im Jahr 2025 führten die Kontrolleure 171 Routineinspektionen und 60 gezielte Sonderprüfungen in der Lebensmittelbranche des Landkreises durch. Das Jahresziel hatte bei 669 risikobasierten Routinekontrollen gelegen, wovon bis Ende des Jahres etwa 64 Prozent umgesetzt wurden. In 139 Betrieben wurden Verstöße festgestellt – vor allem bei der Hygienemanagement-Praxis, der betrieblichen Sauberkeit, der falschen Kennzeichnung von Lebensmitteln sowie bei Nichteinhaltung der Vorschriften zur Lebensmittelzusammensetzung.
Bei festgestellten Verstößen reagierten die Behörden mit mündlichen oder schriftlichen Verwarnungen, Mängelbescheiden und offiziellen Auflagen zur Behebung. In schweren Fällen griffen sie zu strengeren Maßnahmen wie behördlichen Anordnungen, Nachkontrollen, Bußgeldern, Strafanzeigen, vorübergehenden Schließungen oder der Beschlagnahmung nicht konformer Waren.
Für das Jahr 2026 wurde ein Kontrollziel von 654 Inspektionen gesetzt. Bis zum Ende des ersten Quartals wurden bereits 33 Routine- und 23 gezielte Prüfungen durchgeführt, was 11,4 Prozent des Jahresplans entspricht. In diesem Zeitraum wiesen 37 Betriebe Verstöße gegen Hygiene- oder Gesundheitsschutzvorgaben auf.
Das Team für Lebensmittelsicherheit des Landkreises setzt weiterhin auf eine Kombination aus regulären und gezielten Kontrollen, um die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen. Mit fast einem Zehntel der für 2026 geplanten Inspektionen bereits durchgeführt, liegt der Fokus weiterhin auf der Bekämpfung wiederkehrender Hygienemängel und Kennzeichnungsprobleme. Die weiteren Schritte richten sich nach der Schwere der jeweiligen Verstöße.






